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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Sturm reißt Strand von Marenyet weg

24.01.2017

Cullera /Jever Jevers Partnerstadt Cullera erlebt einen harten Winter: Am Wochenende hat dort erneut ein Sturm gewütet. Wie Bürgermeister Jordi Mayor am Montagmorgen berichtete, sind die Schäden immens: In der Nacht zu Montag hatte die See die Straßen von Marenyet überflutet. An den Stränden hat die See jede Menge Müll und Unrat hinterlassen, die Dünenketten sind weitgehend abgetragen, das Wasser stand bis an die Strandmauern und unterspülte Gebäude. „Wir brauchen Hilfe aus Madrid – wir kommen unmöglich mit der katastrophalen Situation an unserer Küste allein zurecht“, sagte Mayor: Der Strand von Marenyet wurde komplett abgetragen – er muss für viel Geld wieder aufgespült werden.

Der Sturm, der nun über Cullera hinweggefegt ist, sei der schwerste seit mehr als 40 Jahren. „Wir erwarten schnelle Hilfe von der Regierung in dieser außergewöhnlichen Situation“, sagte Mayor. Auch der Torre del Marenyet – ein Wachtturm gegen Piratenüberfälle aus dem 16. Jahrhundert – wurde beschädigt.

Seit 16. Januar gab es an der spanischen Ostküste immer wieder Unwetterwarnungen: Zuerst einen Kälteeinbruch, der sogar Schnee mitbrachte. Dann folgte seit 19. Januar schwerer Sturm – mehrere Straßen entlang der Küste mussten gesperrt werden.

Am Wochenende tobte der Sturm weiter: Feuerwehr, Polizei und andere Sicherheitskräfte hatten alle Hände voll zu tun, umgestürzte Bäume von Straßen zu ziehen und überschwemmte Straßen zu sperren. Die Stadtverwaltung gab Warnmeldungen heraus, sich angesichts der Wassermassen nicht unnötig in Gefahr zu begeben.

Am Montagmittag begannen die Aufräumarbeiten: Lastwagenladungen voll angespültem Unrat wurden von den Stränden abtransportiert, im Hinterland wurden umgestürzte Bäume von den Straßen gesammelt. Insbesondere das Treibgut an den Stränden sei ein Problem, sagte Bürgermeister Jordi Mayor: Diesmal hatte die Wucht der Wassermassen Treibsel auch gegen Fundamente der Strandmauern und Häuser gedrückt.

Erst Mitte Dezember hatte Cullera ein schweres Unwetter erlebt. Danach waren mehr als 400 Lastwagenladungen voll Treibgut von den Stränden abgefahren worden – ebenfalls sehr teuer.

Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers verfolgt mit Sorge das Geschehen in Cullera. „Das ist ein harter Schlag für unsere Freunde“, sagte Albers: „Wir drücken die Daumen, dass jetzt keine Stürme mehr kommen, damit Cullera mit dem Wiederaufbau beginnen kann.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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