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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Vareler Polizei bei Aufklärung spitze

08.03.2019

Varel /Friesische Wehde Die Straftäter in Varel und der Friesischen Wehde müssen sich warm anziehen. Denn die Aufklärungsrate des Polizeikommissariates (PK) Varel, das auch für die Gemeinden Bockhorn und Zetel zuständig ist, vermeldet den höchsten Stand seit 2013. 67,44 Prozent aller Straftaten klärten die Beamten auf – im Bereich der Polizeidirektion (PD) Oldenburg ist das der Spitzenwert. Von 2555 Straftaten wurden 1723 aufgeklärt. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Manfred Schulz, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) in Varel, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2018. Er lobte vor allem seine Kollegen: „Sie sind wirklich gut.“ Die Rate liegt im Landesschnitt bei 62,8 Prozent, im Bereich der PD Oldenburg bei 63,3.

Straftaten: Gesamt 2555 (2017: 2440); Varel 1569 (1548); Bockhorn 388 (430); Zetel 598 (462). Davon aufgeklärt 1723 (1617). Aufklärungsquote 67,44 Prozent (66,27 Prozent).

Einbrüche: Gesamt 150 (2017: 104); Einbruchdiebstähle aus Gewerbebetrieben 51 (54); Einbruchdiebstähle aus Wohnungen (78 (39); Einbruchdiebstähle aus Gaststätten 21 (11).

Wohnungseinbrüche: Gesamt 78 (2017: 39); Versuch 27 (12); vollendet 51 (27).

Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzung, Bedrohung, Stalking): Gesamt 488 (2017 419).

Rauschgiftdelikte: Gesamt 206 (2017: 214), überwiegend Weichdrogen.

Betrugsdelikte: Gesamt 233 (2017: 328). Davon aufgeklärt 215 (283). Aufklärungsquote 92,27 Prozent (86,28 Prozent).

Fahrraddiebstähle (inkl. unbefugte Ingebrauchnahme): Gesamt 125 (2017: 162). Davon aufgeklärt 36 (20). Aufklärungsquote 28,8 Prozent (12,35 Prozent).

Dennoch: Die Zahl der Straftaten ist von 2440 im vergangenen Jahr leicht auf 2555 gestiegen. Varel liegt damit entgegen dem Trend im Land und in Friesland. Für PK-Leiter Rainer Schönborn kommt das nach den extrem niedrigen Rekordzahlen von 2017 indes nicht ganz überraschend, denn der Trend unterliege einer „Wellenbewegung“ – auch aufgrund schwankender Anzeigezahlen. In der Tendenz bewege sich die Zahl der Straftaten seit 2011 konstant auf einem niedrigen Niveau. „Die Bürger müssen nicht beunruhigt sein“, sagte Schönborn.

Ein Ausreißer in der Statistik ist Zetel. Dort stiegen die Straftaten von 462 im Jahr 2017 auf nun 598. Vor allem die Rohheitsdelikte, also unter anderem Körperverletzung, haben zugenommen, sagte Manfred Schulz. Das hänge unter anderem mit der Wiedereröffnung der Diskothek Mark 4 zusammen. Einen Anstieg verzeichnete die Polizei in Zetel zudem bei den Diebstählen, worunter keine Einbrüche falle. Eine Abnahme gebe es indes bei den Straftaten mit Betäubungsmitteln sowie Betrugsfälle. Schulz: „Insgesamt sind die Zahlen aber nicht dramatisch.“

Einen Anstieg verzeichnete das PK Varel auch bei den Einbrüchen. „Wir liegen aber auch hier noch auf einem eher niedrigen Niveau“, erläuterte Fritz Buchtmann, stellvertretender KED-Leiter. Vor allem auswärtige Täter in Gruppen treiben in Varel und der Friesischen Wehde ihr Unwesen. „Sie reisen über die A 29 oder B 437 an, begehen zwei bis drei Taten und sind dann wieder weg.“

Mitunter dauere zum Beispiel ein Tankstellenüberfall, bei dem zumeist Tabakwaren erbeutet werden, nicht länger als 30 Sekunden. Die Täter seien zumeist schon weg, bevor die Meldeanlage anspringe. Dennoch liegt die Aufklärungsrate in Varel und der Friesischen Wehde auch bei diesen Delikten mit 28,5 Prozent über dem Trend.

Leicht angestiegen sind die Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung und Stalking). Waren es 2017 noch 419, meldete die Polizei für vergangenes Jahr 488. 347 Straftaten waren Körperverletzungen, das sind 52 mehr als im Vorjahr. In der Statistik steigt zudem die Zahl der Stalking-Delikte. „Auch, weil mehr zur Anzeige kommen“, begründete Schulz. 2018 verzeichneten die Beamten für den Bereich des PK Varel 36 Fälle.

Zurückgegangen sind dagegen die Betrugsdelikte (von 233 auf 215). „Es sind aber nicht weniger Betrüger geworden“, erläuterte Rainer Schönborn. Denn in der Statistik werden die Straftaten, bei denen es keinen Tatort gibt, nicht erfasst. Das sei bei Waren- oder Warenkreditbetrug im Internet der Fall. Ist der Tatort bekannt, kommt die Polizei den Betrügern in der Regel auch auf die Schliche. Die Aufklärungsquote des PK Varel liegt in diesem Bereich bei 92,27 Prozent – und das ist ebenfalls spitze.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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