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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Warum es bei der Nordwest-Bahn nicht läuft

23.02.2019

Varel /Friesland Schon seit einiger Zeit leiden viele Bahnfahrer darunter, dass immer wieder Züge der Nordwestbahn ausfallen – auch in Friesland. Oft genug kann den Bahnreisenden nicht einmal ein Ersatz mit dem Bus angeboten werden. Für den Fahrgastverband Pro Bahn ist das Maß schon lange voll und er spricht von chaotischen Zuständen. Manche spotten gar über die „ganzjährige Grippewelle“ bei der Nordwestbahn, die den Bahnverkehr immer wieder lahmlege. Erst am vergangenen Wochenende fiel der Betrieb der NWB auf den Linien RE18 und RB59 auf weiten Strecken aus.

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Warum gelingt es der Nordwestbahn nicht, die Zugausfälle unter Kontrolle zu bekommen oder wenigstens auf ein erträgliches Maß zu reduzieren?

Auf Nachfrage bei der Nordwestbahn lautet die Antwort: Es liegt an den neuen Tarifverträgen. Wie ein Sprecher des Unternehmens erklärte, sehe eine Änderung der Tarifverträge vor, dass bereits „zwei Wochen vor dem ersten Tag eines Monats ein verbindlicher Schichtplan für die Lokführer vorgelegt werden muss“. Diese Regelung hätten die Gewerkschaften „festgezurrt“.

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Das mache es aber schwierig, auf kurzfristige Krankmeldungen zu reagieren. Fallen an einem Tag beispielsweise zwei Lokführer auf einer Linie aus, könne es durchaus sein, dass diese Strecke den ganzen Tag nicht mehr befahren werden kann.

Allerdings arbeite man bereits an einer Lösung. Ein neuer Bereitschaftsdienst soll Abhilfe schaffen. Lokführer, die für den Bereitschaftsdienst eingeteilt sind, sollen dann für ihre kranken Kollegen einspringen. Das sei zwar „kein Allheilmittel, aber es kann die Situation insgesamt verbessern“, so der NWB-Sprecher.

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Für kurzfristig ausgefallene Züge einen Bus als Ersatz zu bekommen, sei derzeit „sehr schwer“. Die Unternehmen könnten so schnell einfach nicht genügend Busse zur Verfügung stellen. Wer aber strande, dem stünden immerhin noch eine Taxifahrt in Höhe von 80 Euro oder eine Hotelübernachtung zu.

Das sei aber nicht die Idee bei der NWB. „Immer wenn ein Zug ausfällt, müssen wir eine Strafe zahlen“, so der NWB-Sprecher. Ein Schienenersatzverkehr sei daher noch die beste Möglichkeit für das Bahnunternehmen. Gerade an den Wochenenden, wenn auch bei den Busunternehmen nicht viel Personal zur Verfügung steht, seien aber der Nordwestbahn immer öfter die Hände gebunden.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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