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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Hier können erschöpfte Helfer neue Kräfte tanken

23.05.2018

Varel Die Strapazen stehen den vielen Feuerwehrleuten ins Gesicht geschrieben. Bis zur Erschöpfung kämpfen sie nun schon seit Stunden gegen das flammende Inferno auf dem Gelände der Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV). Am Nachmittag des Pfingstmontags waren dort 7000 Tonnen Altpapier in Brand geraten – und viele der Kameraden wurden damit jäh aus ihrem freien Tag gerissen.

Bis tief in die Nacht kämpften 200 ehrenamtliche Helfer gegen die Flammen – bis die Kräfte nachließen und die Energie wieder aufgefüllt werden musste. Die Versorgung von so vielen Einsatzkräften bei einem Großbrand muss sichergestellt sein. Das übernimmt in Varel zunächst Florian Driebolt. Er ist Geschäftsführer von Edeka Driebolt an der Mühlenstraße und wird von der Feuerwehr alarmiert, wenn es brenzlig wird.

So auch am Montag. Zunächst lieferte er gegen 17 Uhr, etwa eine Stunde nach dem Alarm, viele Getränke. „Wenn man mit hohem Atemschutz arbeitet, braucht man richtig was zu trinken“, weiß Florian Driebolt, der schon seit Jahren mit der Feuerwehr zusammenarbeitet. Für ihn ist es Ehrensache zu helfen. „Ich mache das, weil mir die Aufgabe wichtig ist“, betont er.

Dafür stehen er und seine Mitarbeiter Tag und Nacht parat. So auch in der Nacht zu Dienstag. Nachdem er die Einsatzkräfte an der PKV noch einmal gegen 19.30 Uhr beliefert hatte, übernahm zwar der Verpflegungszug des Ordnungsamtes und versorgte die Männer und Frauen mit warmen Essen („Gegen Mitternacht gab es Spaghetti“, verrät Stadtbrandmeister Volker Sermond). Doch die Menge reichte nicht aus.

„Also bekam ich gegen 1.30 Uhr einen Anruf, und ich trommelte meine Leute zusammen“, sagt Florian Driebolt. Drei seiner Mitarbeiterinnen sowie seine Eltern standen also ab 2 Uhr in der Nacht im Markt und schmierten insgesamt 400 Brote. „Das fand ich ganz toll, denn meine Mitarbeiterinnen mussten ja am Morgen um 6 Uhr wieder hier auf der Matte stehen“, bedankte sich Florian Driebolt. Er selbst lag nach der Lieferfahrt wieder um 3.30 Uhr im Bett, eine Stunde später klingelte sein Wecker.

„Das hat alles ausgezeichnet geklappt“, sagt Stadtbrandmeister Volker Sermond. Er hatte Florian Driebolt vor einigen Jahren angesprochen und gefragt, ob er die Erstverpflegung übernehmen möchte. „Und da habe ich zugesagt.“ Die Brandschützer liegen Driebolt auch darüber hinaus am Herzen. So unterstützt er zum Beispiel die Jugendfeuerwehr.

Am Dienstagmittag übernahm die Papier- und Kartonfabrik die Verpflegung der Feuerwehrleute. In Zusammenarbeit mit der Firma Kuck und der Fleischerei Kuper aus Bockhorn organisierte das Unternehmen einen Imbisswagen. Er hat 24 Stunden geöffnet, so dass die Helfer sich rund um die Uhr mit allerlei Leckerem stärken können. Am Dienstag wuchs die Schlange immer weiter, auf den Bänken erholten sich die Kameraden von den Anstrengungen des Einsatzes.

„Der Wagen steht dort so lange, bis der letzte Feuerwehrmann das Gelände verlassen hat“, kündigte ein Sprecher der PKV an. Und der Feuerwehreinsatz kann noch einige Tage andauern.
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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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