• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Großbrand In Varel: PKV brannte schon einmal vor 26 Jahren

23.05.2018

Varel Das Feuer, das am Pfingstmontag 7000 Tonnen Altpapier auf dem Gelände der Vareler Papier- und Kartonfabrik vernichtete, weckt Erinnerungen an den Großbrand in dem Unternehmen vor 26 Jahren. In der Nacht zu Sonntag, 23. Februar 1992, legte das Feuer die Produktion vorübergehend still. Damals entstand ein Schaden von knapp 100 Millionen D-Mark, der Großteil des Werkes wurde zerstört.

Abgebrannt war unter anderem eine noch relativ neue Halle mit einer hochmodernen Papiermaschine. Vermutlich ein technischer.

Defekt hatte das Feuer ausgelöst. „Diesmal haben es die Feuerwehrleute noch schwerer“, sagte der ehemalige Stadtbrandmeister Werner Asseln, der sich den Brand am Pfingstmontag aus sicherer Entfernung anschaute. Und auch bei ihm kamen die Erinnerungen an 1992 wieder. „Damals brannte die Halle ab, aber jetzt haben es die Kameraden mit viel mehr Feuer und Hitze zu tun“, bewertete er fachmännisch.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ortsbrandmeister war damals Horst Steffen, der unmittelbar nach der Alarmierung kurz nach 21 Uhr mit seinen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Varel am Einsatzort eintraf. Sofort wurden die Einheiten aus Borgstede-Winkelsheide und Bockhorn hinzugerufen. 120 Feuerwehrmänner mit 20 Löschfahrzeugen, darunter auch die Drehleiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever, waren im Einsatz.

Die Flammen breiteten sich dennoch blitzschnell aus. Über eine Länge von 150 Metern schlugen sie aus der gesamten Werkhalle heraus und färbten den Himmel über Varel rot. Auf 1000 Grad schätzte Steffen die Temperatur im Gebäude; sie ließ selbst massive Metallrahmen verbiegen. Nach etwa 45 Minuten hatten die Löschkräfte das Feuer unter Kontrolle, doch noch Stunden danach waren sie weiterhin zu Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen im Einsatz, abgelöst später durch das Technische Hilfswerk.

Die ganze Stadt lag im Dunkeln

Der Großbrand hatte zudem einen Kurzschluss im gesamten Vareler Stromnetz ausgelöst. Die Folge: Die ganze Stadt lag im Dunkeln. Ursache war Löschwasser, das noch vor den Hauptsicherungen des Werkes in den Verteiler eingelaufen war. Eine Stunde dauerte es, bis auch das letzte Gebiet Varels wieder angeschlossen war. Gestört war auch der Notruf der Polizei. Deren Notstromaggregat schaltete sich zwar ein, gab aber Überspannung ab. Sicherungen brannten durch, erst nach einiger Zeit konnten Verbindungen wieder notdürftig über Akkus hergestellt werden.

Die Mitarbeitern der Kartonfabrik fürchteten damals um ihre Arbeitsplätze. Doch bereits am Montagabend wurde die Produktion – wenn auch eingeschränkt – wieder aufgenommen. Und auch diesmal wird nur in einer Halle der Betrieb vorübergehend unterbrochen.

NWZ-ePaper Archiv
Stöbern Sie in über 70 Jahren Zeitgeschichte in unserem NWZ-ePaper Archiv.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.