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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Polizei nimmt benebelte Fahranfänger ins Visier

11.09.2018

Varel Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte: Die Polizei hat am Montag umfassend im ganzen Landkreis Autofahrer kontrolliert – auch in Varel und in Bockhorn. Am frühen Nachmittag haben sie sich an der Dangaster Straße etwa auf Höhe Albers eingerichtet. Schwerpunkt der Kontrolle: Drogen und Alkohol am Steuer.

Warum eine Drogenkontrolle am Montag?

Montags stehen einige Autofahrer noch unter Einfluss von Drogen, die sie am Wochenende genommen haben. „Viele unterschätzen das“, sagt Polizeikommissarin Jantje Zimmermann. Zwar kann man den Abbau von Alkohol relativ gut berechnen und so herausfinden, wann man wieder fahrtüchtig ist, bei illegalen Drogen geht das aber kaum. „Bei Cannabis etwa steht der Wirkstoffgehalt nicht drauf“, sagt Jantje Zimmermann. Wer den Joint raucht, weiß also gar nicht, wie viel er von dem Wirkstoff aufgenommen hat und kann daher auch nicht abschätzen, wann der Stoff abgebaut ist. Zwei bis vier Tage kann es aber schon dauern. Heißt: Wer freitags kifft, ist montags möglicherweise noch „breit“ – und nicht fahrtüchtig. Regelmäßige Kiffer können gar eine Art Grundpegel bekommen, der erst abgebaut wird, wenn man das Kiffen für einige Wochen sein lässt.

Warum gerade an der Dangaster Straße?

Die Hauptrisikogruppe bilden die 18- bis 24-Jährigen. Die fahren am Montagnachmittag unter anderem von der BBS genau dort entlang – besonders seit die Bundesstraße wegen der Baustelle nur in eine Richtung befahrbar ist. Außerdem lässt sich laut Jantje Zimmermann dort gut eine Kontrolle einrichten, ohne dass der Verkehr beeinträchtigt wird.

Versteckt hält sich die Polizei dabei nicht – Dienstwagen und Beamte in Warnwesten sind schon vom Weiten gut zu erkennen. „Wir wollen hier heute offensiv damit umgehen und die Autofahrer dafür sensibilisieren“, sagt Jantje Zimmermann.

Welche Drogen sind am häufigsten?

Die am häufigsten vertretene Droge bei jungen Autofahrern ist Cannabis. Eine Beeinflussung durch Kokain oder Methamphetamine, wie die Droge Speed, stellen die Polizeibeamten zwar auch immer wieder bei den kontrollierten Autofahrern fest, dabei handele es sich aber eher um Einzelfälle. In Varel wurde am Montag niemand unter Drogeneinfluss erwischt. Lediglich ein 47-Jähriger bekommt Ärger, weil er einen Sprinter fuhr, obwohl er seit 1995 keine Fahrerlaubnis mehr hat.

Wie geht die Polizei bei der Kontrolle vor?

Die Auswahl der Autofahrer sei gar nicht so leicht, sagt Jantje Zimmermann. Einer der Polizisten blickt immer ins Auto und schaut sich den Fahrer an. Eine gewisse Blässe oder ein schläfriger Blick können Anzeichen für Drogenkonsum sein. Das Auto gibt nicht immer Aufschluss. „Es sind nicht immer die Schrottkarren“, sagt Jantje Zimmermann. Dealer beispielsweise haben Geld und leisten sich teurere Autos. Manchmal sind die jungen Autofahrer aber auch einfach mit dem BMW, Audi oder Mercedes ihrer Eltern unterwegs.

In der Kontrolle werfen die Beamten einen Blick auf die Augen des Fahrers. Sind die Pupillen besonders groß oder klein oder kann der Kontrollierte einem Finger nur noch mit ruckartigen Augenbewegungen folgen, ist das ein Indiz für Drogeneinfluss. Auch der Romberg-Test kann Aufschluss geben. Schulterbreit hinstellen, Arme ausstrecken, Augen schließen und den Kopf in den Nacken legen – wer dabei das Gleichgewicht verliert, hat möglicherweise auch Drogen intus. Ein Urintest stellt fest, ob Drogen genommen wurden. Ist der positiv, wird eine Blutentnahme angeordnet, um zu sehen, ob die zulässigen Grenzwerte überschritten wurden.


Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Christopher Hanraets
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

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