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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Strömungsretter Aus Varel: Hier schlägt die Welle mit voller Wucht zu

01.10.2019

Varel /Hannover Sie sieht gar nicht so bedrohlich aus. Fast gemütlich schiebt sich die Wasserwelle durch den engen Kanal auf die beiden Männer zu. Doch dann wird es plötzlich laut. Es rauscht gewaltig, die Welle bricht und mit einem großen Platsch haut es zwei Personen von den Beinen. Sie werden nach hinten mitgerissen, wo Helfer sie sicher auffangen.

„In einem gewissen Abstand hinter einer brechenden Welle ist die Wassergeschwindigkeit noch so hoch, dass sie Menschen und Material mitreißt“, erläutert Dr. Jan Schulz. Der Experte vom ICBM der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg ist bei der Vareler DLRG gleichzeitig ehrenamtlicher Gruppenführer der Strömungsretter. „Wellenhöhen bis zu 1,20 Metern pusten dann wirklich auch die küstenerfahrenen Strömungsretter durch den Kanal.“

Das soll bei den test erforscht werden

Die Ergebnisse aus den Testreihen im großen Wellenkanal in Hannover sollen helfen, besser die Gefahren zum Beispiel bei Sturmfluteinsätzen an Deichkronen oder überspülten Flächen zu verstehen.

Die Idee zu dieser Untersuchung entstammt einer Kooperation zwischen der Carl-von Ossietzky-Universität Oldenburg, der Technischen Universität (TU) Braunschweig und der Universität Hannover.

In weiteren Versuchen haben diese neue Driftkörper zur Vermessung von Wellen und Strömungen getestet, erläuterte Dr. Jan Schulz vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Uni Oldenburg.

Simulation in Betonkanal

Mitglieder der Wasserrettungsgruppe S aus Varel, sie ist Teil des Wasserrettungszugs Friesland, haben sich erneut zwei Tage lang als Testpersonen im Großen Wellenkanal Hannover (GWK) in den Dienst der Wissenschaft gestellt. „In diesem können immer wieder exakt gleiche Wellen von definierter Höhe, Anzahl und zeitlicher Abfolge erzeugt werden“, erläuterte Jan Schulz: „In diesen Wellen konnten wir aktiv zu Ergebnissen für die Tsunamiforschung beitragen und ganz gezielt Übungsszenarien durchspielen.“

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Bereits im Januar waren die Vareler an den ersten Tests beteiligt. Dieses Mal wurde der Nachlauf von Wellen auf glatten Flächen betrachtet. Dazu wurde im Wellenkanal eine horizontale Betonfläche installiert. Davor wurde eine Rampe aufgeschüttet, an deren Ende die Welle brach und dann über die Betonfläche auslief. Begleitet wurde das Projekt von Studenten der Jade-Hochschule sowie des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Oldenburger Universität.

Parallel nutzten die Vareler DLRGler die Pausen des Forschungsbetriebs, um bei deutlich geringeren Wellenhöhen die Mitglieder des Jugend-Einsatz-Teams (JET) mit verschiedenen Wellenformen und Kräften vertraut zu machen. „In insgesamt über drei Stunden konnten sie die unterschiedlichsten Lagen erfahren und der brandungsbezogene Einsatz von Gurtrettern, Rettungsbrettern und Booten vertieft werden“, berichtete Jan Schulz.

17 Grad warmes Wasser

Nach zwei Tagen im 17 Grad warmen Wasser war die zweite Testreihe in dem großen Wellenkanal für die Mitglieder der Vareler DLRG beendet. „Dank unseres Sicherheitskonzeptes sind alle zwar erschöpft aber wohlbehalten wieder nach Hause gefahren“, resümierte Dr. Jan Schulz und dankte allen Helfern für deren Engagement.


Ein Film-Beitrag unter   www.youtube.com/nwzplay 
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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