• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Wie die Smartphone-App die Sirene ablöste

12.01.2019

Varel „Sturmfluthinweise für die Stadt Varel“ steht über einem alten Zettel, den der Vareler Reinhart Ermisch beim Aufräumen gefunden hat. Das Schreiben stammt aus den 1970er Jahren und weist die Anwohner darauf hin, wie sie sich im Falle einer Sturmflut verhalten sollen.

Erläutert werden dort beispielsweise die Sirenensignale: Ein dreifacher Dauerton von je zwölf Sekunden mit je zwölf Sekunden Pause ruft bei Alarmstufe I die Feuerwehr. Ernster wird es, wenn sich daran noch ein einminütiger Dauerton anschließt. Dann gilt „Sturmflutgefahr Alarmstufe II“ und alle Einheiten des Katastrophenschutzes werden mobilisiert.

In den tiefer gelegenen und damit besonders sturmflutgefährdeten Gebieten kommen bei Alarmstufe II zudem Lautsprecher zum Einsatz, mit denen die Bevölkerung gewarnt wird. Das rund 50 Jahre alte Schreiben empfiehlt außerdem, das Radio oder den Fernseher einzuschalten und für alle Fälle wichtige Dokumente wie Pässe und ein kleines Notgepäck mit Kleidung und Verpflegung bereitzuhalten.

„Ruhe und Besonnenheit sind die Voraussetzungen für erfolgreiche Gegenmaßnahmen“, heißt es in dem Schreiben. „Jegliche Beunruhigung sollte daher vermieden werden.“ Vor allem aber sollte man hilfsbereit gegenüber Nachbarn, Kranken und Alten sein.

Und noch etwas stellt das Schreiben klar: „Schaulustige mit Fahrzeug und auch zu Fuß sind in jedem Falle unerwünscht.“ Sie blockierten Straßen und Wege und behinderten damit den Einsatz der Hilfs- und Rettungsmannschaften.

Und heute?

Die Sirenen gibt es nicht mehr. Die Information der Bevölkerung erfolgt heutzutage über Mobiltelefone, die Medien und Lautsprecher. Erfährt man also über das Radio oder aus dem Fernseher von einer drohenden Katastrophe, sollte man die Geräte eingeschaltet lassen und auf aktuelle Mitteilungen achten.

Im Bedarfsfall richtet der Landkreis Friesland außerdem ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 04461/919 3333 ein. Dort gibt es weitere wichtige Informationen. Ob das Bürgertelefon geschaltet wird, wird über die Medien bekanntgegeben.

Jeder, der ein Smartphone besitzt, kann sich aber auch die App „Katwarn“ herunterladen. Über diese App werden die Nutzer nicht nur informiert, dass es eine Gefahr gibt, sondern werden auch gleich mit Sicherheitshinweisen versorgt. Die Warnungen erreichen jeweils die Nutzer im gefährdeten Postleitzahlenbezirk.

Wer kein Smartphone, sondern nur ein einfaches Handy hat, kann sich die Warnungen auch per SMS oder E-Mail zuschicken lassen. Die Anmeldung erfolgt via SMS an die Nummer 0163/7558842. Für Warnungen per SMS schickt man eine Kurznachricht mit dem Inhalt „KATWARN 12345“
(für das Postleitzahlengebiet 12345), für Warnungen per SMS und E-Mail eine Nachricht mit dem Inhalt „KATWARN 12345 max.mustermann@mail.de“. Jeweils natürlich mit der eigenen Postleitzahl und der eigenen E-Mail-Adresse.

So ist man in jedem Fall gut informiert, sollte sich die nächste Sturmflut zu einer echten Gefahr entwickeln.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.