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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Polizei verdächtigt 37-Jährigen

14.11.2019

Varel Schlimme Folgen hatte der Brand im Wohn- und Pflegezentrum St.-Marien-Stift im Juli in Varel: Alle 48 Bewohner mussten evakuiert werden und erst Anfang November konnte das Haus wieder bezogen werden. Bereits nach ihrer ersten Untersuchung des Brandortes gingen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus, am Mittwoch präsentierte die Polizei einen Tatverdächtigen.

Ein 37-jähriger Mann aus dem Ammerland steht im Verdacht, im Wohn- und Pflegezentrum vorsätzlich einen Brand gelegt zu haben. „Der Tatverdacht richtet sich gegen einen verhaltensauffälligen Patienten, der nur wenige Stunden nach dem Brand das Krankenhaus verlassen hatte“, so die Polizei.

Er steht im Verdacht, in dem als Lagerraum genutzten Kellertrakt des Pflegeheims Matratzen und weitere brennbare Materialien vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben.

Gegen den 37-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet. Der Tatverdächtige hat sich gegenüber der Polizei bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert, so dass es nunmehr der Staatsanwaltschaft Oldenburg obliegt, über den weiteren Verfahrensgang zu entscheiden.

Am 5. Juli war im Kellergeschoss des Wohn- und Pflegezentrums St. Marien-Stift in der Menckestraße ein Brand ausgebrochen. In einem Lagerraum gerieten Mobiliar und Matratzen in Brand, so dass infolge der Rauchgasentwicklung und -ausdehnung zunächst das Erdgeschoss und dann das ganze Haus geräumt werden mussten.

Die Bewohner wurden in umliegende Krankenhäuser und Einrichtungen von Hooksiel bis Rastede verlegt. Bei den Evakuierungsmaßnahmen atmeten einige Hilfspersonen Rauchgase ein und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Durch das schnelle und besonnene Eingreifen der Feuerwehren sowie die effektive Zusammenarbeit der vor Ort agierenden Personen unterschiedlichster Berufszweige konnte ein größerer Personen- und Sachschaden abgewendet werden.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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