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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Pflegeheim immer noch nicht bewohnbar

07.08.2019

Varel Auch etwas mehr als vier Wochen nach einem Brand ist das Wohn- und Pflegeheim St.-Marien-Stift in Varel nicht bewohnbar. „Die Räume sind immer noch gesperrt“, teilte Ute Kopperschmidt, Sprecherin der Friesland-Kliniken, zu denen die Einrichtung an der Menckestraße gehört, am Dienstag auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“ mit. Wann das Gebäude wieder benutzbar ist, sei zudem völlig offen. „Es kann noch keine Prognose abgegeben werden“, sagte Kopperschmidt: „Es kann noch mehrere Wochen dauern. Wir können es nicht abschätzen.“

Am Abend des 5. Juli war in einem Matratzen- und Möbellager im Keller ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. „Derzeit wird noch mit Hochdruck ermittelt“, sagte Andrea Papenroth, Sprecherin der Polizeiinspektion Friesland-Wilhelmshaven. Konkrete Ergebnisse könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen erst in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Die 48 Bewohner des St.-Marien-Stiftes sowie die 14 Patienten des Geriatrie- und Alterstraumazentrums wurden evakuiert und vorübergehend in Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes in der Umgebung untergebracht. Alle drei Freiwilligen Feuerwehren der Stadt brauchten mehrere Stunden, um den Brand zu löschen und das Gebäude wieder rauchfrei zu bekommen.

Noch immer werde das gesamte Gebäude von Fachfirmen gereinigt. „Die Schäden wurden vor allem durch den Rauch- und die Rußentwicklung verursacht, weniger durch das Feuer an sich“, erläuterte Ute Kopperschmidt: „Das bedeutet, wir haben es weniger mit verbrannten Möbeln zu tun, als mit einer starken Verschmutzung durch Brandemissionen.“

Wie hoch die Schadensumme ist, könne derzeit noch nicht beziffert werden. Noch liege das Gutachten nicht vor, teilte Ute Kopperschmidt mit. Dennoch schätzen die Friesland-Kliniken, dass die Schadenssumme „wahrscheinlich im siebenstelligen Bereich liegen wird“.

Die meisten Schäden seien an elektrischen Leitungen und der technischen Ausstattung zu finden. So müsse zum Beispiel auch die Brandmeldeanlage erneuert werden, bevor das Gebäude wieder bezogen werden könne. Besonders betroffen seien der Keller und das Erdgeschoss der Geriatrie. Auch der Fahrstuhl sei nach dem Brand so sehr mit Giftstoffen belastet, das er wohl ausgetauscht werden müsse, heißt es.

In den oberen Etagen des St.-Marien-Stiftes waren die Auswirkungen geringer. „Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten sind dort einfache Renovierungsarbeiten zu erledigen. Bewohnbar wird es aber erst wieder sein, wenn das Untergeschoss saniert ist“, sagte Kopperschmidt.

Auch an der Sicherheitsausstattung werde sich etwas ändern. „Mit Unterstützung externer Experten ist eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, ein Sicherheitskonzept zu entwickeln“, betonte die Klinik-Sprecherin. Eine vollkommene Sicherheit werde es jedoch auch in Zukunft nicht geben. „Das St.-Johannes-Hospital ist ein offenes Haus, und Patienten sowie Besucher können sich frei bewegen“, sagte Ute Kopperschmidt.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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