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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Darum gibt es immer mehr Babys in Varel

07.06.2019

Varel Immer mehr junge Menschen werden ihren Geburtsort in Zukunft mit Varel angeben können. Denn Varel entwickelt sich gerade zum Geburtenzentrum einer ganzen Region. Eine Nachfrage beim Vareler Standesamt zeigt: Rund 350 Geburten wurden in diesem Jahr bereits dort beurkundet. Im vergangenen Jahr waren es um diese Zeit etwa 260. Hochgerechnet aufs ganze Jahr kommen die Mitarbeiter des Standesamts auf ca. 840 Geburten; 2018 waren es noch 650. Es gibt also immer mehr Vareler.

Auch im St.-Johannes-Hospital lässt sich der sprunghafte Anstieg der Geburten bestens mit Zahlen belegen: 357 Geburten (Stand Donnerstag) gab es dieses Jahr bereits im Vareler Krankenhaus. Vergangenes Jahr gab es im gleichen Zeitraum mit 269 Geburten deutlich weniger. „Das ist eine signifikante Steigerung“, sagt Frank Germeroth, Geschäftsführer der Friesland-Kliniken.

An die Belastungsgrenze komme man deshalb in der Geburtsklinik aber noch nicht. „Wir sind da gut aufgestellt“, sagt Germeroth. Personell habe man bereits auf die höhere Geburtenrate in Varel reagiert. Drei Kreißsäle stehen zur Verfügung, zu Engpässen sei es bislang nicht gekommen und sie seien auch nicht zu befürchten. „Wir bieten jeder Frau eine Geburt ohne Stress“, so Germeroth.

Hinter der gewaltig gestiegenen Geburtenzahl in Varel steckt einerseits, dass das Vareler Krankenhaus seit jeher bei vielen werdenden Eltern als Geburtsklinik beliebt ist. Vor allem aber treiben nun die Schließungen der Geburtskliniken in Wittmund und Nordenham die Geburtenzahlen in die Höhe. Im Krankenhaus Wittmund schloss die Geburtshilfe bereits zum Jahreswechsel. Zwischen 300 und 380 Kinder wurden dort zuletzt pro Jahr geboren. Im Februar folgte die Geburtshilfe der Helios-Klinik in Nordenham. Dort wurden zuletzt 321 Kinder auf die Welt gebracht. All diese Kinder müssen nun an anderen Orten das Licht der Welt erblicken – einige davon in Varel.

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Die Vorsitzende des Hebammenlandesverbands Bremen, Heike Schiffling, warnte bereits bei der Schließung in Nordenham davor, dass es wegen der langen Fahrstrecken nun nur noch eine Frage der Zeit sei, bis die ersten Kinder im Auto auf einem Parkplatz zur Welt kommen. Und tatsächlich ist das bereits passiert: So brachte die Brakerin Miriam Schmidt ihre Ella auf dem Taxistreifen vor dem St.-Johannes-Hospital zur Welt. Die Fahrt von Brake nach Varel ging der Neugeborenen wohl nicht schnell genug.

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Die Schließungen der anderen Geburtskliniken sind laut Krankenhaus-Chef Germeroth nun aber auch von offizieller Seite nachvollzogen worden. Mit sechs weiteren Planbetten habe das zuständige Ministerium die Kapazitäten nun nach Varel übertragen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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