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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Oldtimer: Mit Fridolin Erde fast 13 Mal umrundet

18.07.2018

Varel „Wenn ich in meiner Ente sitze, fange ich sofort an zu grinsen“, sagt Hilke Ferkinghoff, zieht an der Revolverschaltung und schon schaukelt das kleine graue Auto im vierten Gang über die Straßen. „Ente fahren ist einfach ein Lebensgefühl.“

Das Programm vom Ententreffen in Strückhausen

Das 17. Ententreffen findet von Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, im Obstgarten des Strückhauser Kirchdorfs statt. Die Veranstalter Hilke und Klaus Ferkinghoff aus Varel haben sich ein buntes Programm überlegt.

Am Samstag macht sich die kleine Entenfamilie aus Bullerbü ab 14 Uhr vom Obstgarten aus auf eine gemeinsame Ausfahrt in die Wesermarsch mit Besuch eines der Melkhüs’. Im Anschluss soll im historischen Obstgarten die Tombola für Stimmung sorgen. Der Abend soll mit einem gemütlichem Beisammensein und Klönschnack ausklingen. In diesem Jahr wegen der Trockenheit allerdings wohl ohne Lagerfeuer.

Am Sonntag findet wieder um 10 Uhr der Familien-Bullerbü-Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche Strückhausen mit Pastor Hartmut Lübben statt. Auch der Chor „Kisum“ unter der Leitung von Inse Böning wird singen. Im Anschluss gibt es beim Kirchencafé Hotdogs für alle, bevor die Enten wieder heimwärts schaukeln.

Alles hat vor etwa 45 Jahren begonnen, als ihre Schwester mit einer roten Ente auf den Hof gefahren kam. „Da wollte ich auch eine haben“, sagt die heute 61-jährige Varelerin, „1984 habe ich mir meine erste Ente gekauft, zwei Jahre später dann eine andere, den Fridolin.“ Und mit dem grau-weißen Gefährt ist Hilke Ferkinghoff immer noch unterwegs und schaukelt über die Straßen. Dafür sorgt die 2- CV Konstruktion, die für das Auto typische ’Entenschaukeln’ sorgt.“ Seit 1988 besucht die 61-Jährige auch regelmäßig Treffen der Entenbesitzer.

H-Kennzeichen

Seit kurzem hat die Ente ein „H“ auf dem Nummernschild stehen. Das bedeutet, dass sie ein historischer Wagen ist. „Vorteile sind, dass ich das Auto ganzjährig auf allen Straßen, auch in den Umweltzonen, fahren darf“, sagt Hilke Ferkinghoff. Der Nachteil liege eindeutig im Preis. Steuerlich sei die Ente doppelt so teuer wie vorher.

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499 762 Kilometer

Doch das Geld ist es der 61-Jährigen eindeutig wert. Mit ihrem Fridolin hat sie schon einige Strecken gemeistert. „Der

BILD: Archiv

Das spricht gegen eine ENte?

Hilke Ferkinghoff erklärt, was ihrer Meinung nach gegen eine Ente spricht.

1.Einen Punkt Abzug gibt die Entenbesitzerin, da das Fahrzeug nicht für Autobahnfahrten ausgelegt ist. Eine Ente schafft zwar eine Geschwindigkeit von 100 bis 110 Stundenkilometer, jedoch wird das für die Insassen keine leise Fahrt werden.

2.Einen weiteren Minuspunkt gibt es für die entstehenden Kosten. Das Instandsetzen und Pflegen einer Ente ist sehr teuer geworden. Besonders, wenn man es von einer Werkstatt machen lässt.

Kilometerstand steht gerade bei 99 762 Kilometern“, sagt sie, „Bei 100 000 fängt der Zähler von vorne an. Die Anzeige hat sich schon viermal zurückgesetzt.“ Das ergibt einen Kilometerstand von 499 762 Kilometern in 32 Jahren: Das sind 12,5 Erdumrundungen.

Auf einer dieser Strecken lernte Hilke Ferkinghoff ihren jetzigen Mann Klaus kennen. „1989 war ich auf dem Weg zu einem Ententreffen an der Hunte“, erzählt die 61-Jährige. Auf einem Rastplatz machte sie zeitgleich mit dem Fahrer einer grauen Charleston- Ente Pause. „Dort habe ich

Was sind die Vorteile als Entenfahrer?

Die 61-jährige Varelerin fährt seit 1984 Ente. Was spricht dafür, sich das Kultauto zuzulegen.

1. Wer eine Ente fährt, hat ein vollkommen anderes Lebensgefühl, meint Hilke Ferkinghoff. Besonders durch das faltbare Dach ist eine gemütliche Fahrt bei gutem Wetter garantiert.

2. Wie unpraktisch es ist, mit einer Ente in die Werkstatt zu fahren, umso schöner sei es, selbst an dem Auto rumzuschrauben. Hilke Ferkinghoff findet, dass es den besonderen Charme der Ente ausmacht, wenn sie sie selbst neu lackieren oder andere Teile austauschen kann.

3. Das Beste kommt zum Schluss: Das typische Entenschaukeln ist das Markenzeichen des Kultautos. Aufgrund der 2- CV Konstruktion werden die Insassen auf Feldwegen ordentlich durchgeschüttelt, ganz ohne die Erschütterungen zu merken. Vor allem Kinder fahren auf der Rückbank mit, erzählt die 61-Jährige.

Klaus kennengelernt. Er wollte ebenfalls zu dem Treffen“, sagt Hilke Ferkinghoff.

Seit dem sind Klaus und Hilke gemeinsam unterwegs. Die Idee, ein eigenes Ententreffen zu veranstalten, nahm vier Jahre später nach der Hochzeit immer mehr Gestalt an. „Wir haben im Strückhauser Kirchdorf geheiratet, weil dort viel Platz war und eine Freundin von mir hingezogen war“, erzählt Hilke Ferkinghoff. Sie habe die ganze Zeit schon den Gedanken gehabt, dass hier ein guter Treffpunkt für die Enten wäre.

Treffen in „Bullerbü“

Unter der Leitung des neuen Pastors Hartmut Lübben, der ebenfalls eine rote Ente gefahren ist, konnte dann 2002 das erste Treffen der Kultautos in „Bullerbü“ stattfinden.  „In dem Kirchdorf stehen genau drei Höfe. Das hat mich auf die Bezeichnung „Bullerbü“ aus dem Roman von Astrid Lindgren gebracht.“

Neben regelmäßigen Ententreffen fährt das Ehepaar Ferkinghoff auch mit einem Eriba-Puck-Wohnwagen in den Urlaub, der von der Ente Fridolin gezogen wird. „Wir waren unter anderem schon in Dänemark, Frankreich Schweden und Schottland“, sagt Hilke Ferkinghoff. Rund 80 Kilometer pro Stunde könne das Ehepaar mit

Fakten

Die GEschichte des Kultautos

1948 wurde der 2 CV auf dem Pariser Salon von Citroën präsentiert. Die Ente wurde im Werk unter dem Namen „Toute Petite Voiture“ (TPV) bekannt, was so viel wie „ganz kleines Auto“ bedeutet. Der Wagen sollte billiger sein als der damalige ’Traction Avant’ von Citroën.

Die Ente verbraucht sechs bis sieben Liter auf 100 Kilometer und kann dennoch bis zu 120 Kilometer pro Stunde schaffen.

dem Gespann fahren.“ Ihr Mann Klaus fährt selbstverständlich auch ein Kultauto, eine rote Kastenente.

Am Wochenende findet das 17. Ententreffen im Strückhauser Kirchdorf statt. „Am Samstag machen wir eine Ausfahrt und am Sonntag gibt es um 10 Uhr einen Familiengottesdienst, bevor alle Enten wieder heimschaukeln werden“, sagt Hilke Ferkinghoff.


Eine TV-Tour unter   www.nwzonline.de/video/friesland 
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Nathalie Langer Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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