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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Zug erfasst Auto – Großübung in Varel

04.11.2017

Varel Es sah aus wie in einem Horrorfilm. Viele Verletzte, Blut auf dem Boden und an den Scheiben, ein völlig demoliertes Auto mit einem Toten und einem Schwerverletzten, die geborgen werden müssen: Ein Zug hat am Bahnübergang an der Dangaster Straße in Varel ein Auto erfasst und 200 Meter weit mitgerissen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte am Samstagmorgen um 8.13 Uhr war aber schnell klar: Es handelt sich um eine groß angelegte Übung.

Mit über 30 Statisten, die bereits ab 4 Uhr morgens im Gerätehaus des Technischen Hilfswerks (THW) in Winkelsheide geschminkt worden waren, wurde ein Katastrophenszenario hergestellt. Angenommen wurde ein Unfall der Nordwest-Bahn. Diese hatte eigens einen Triebwagen zur Verfügung gestellt, der um 7 Uhr mit den „Verletzten“ den Vareler Bahnhof verlassen hat. Die Strecke Varel Sande ist am Wochenende wegen des Ausbaus gesperrt. Deshalb konnte diese ungewöhnliche Großübung aus geplant und simuliert werden.

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Varel, die Kameraden der Ortswehr Borgstede-Winkelsheide und Obenstrohe, der Rettungsdienst Friesland, die Bundespolizei und das THW aus Varel und Jever. Im Gleisbett hinter den Schranken lag das verbeulte Auto, aus dem Zug kam lautes Rufen und Stöhnen. An allen Ecken waren die Retter, Notärzte und Ersthelfer gleichzeitig gefragt. Dabei ging es aber auch darum, Ruhe zu bewahren. Mit Spezialwerkzeugen wurden die Eingeklemmten befreit. Die Kameraden des Technischen Hilfswerks rückten mit transportablen Schienenwagen an, um die geborgenen Verletzten zu transportieren. Die Personen, die noch von alleine gehen konnten, wurden von Feuerwehrleuten entlang der Gleise abgeführt.

Simuliert wurde auch die Bergung einer schwangeren Frau, die vorsichtig aus dem Zug gehievt wurde. Alle Verletzten wurden zu einer Sammelstelle gebracht und mit einem Omnibus ins Krankenhaus Sande gebracht. Dort ging die Übung für die Ärzte vor Ort weiter. Die Eingelieferten - die Schwerverletzten wurden mit Blaulicht in Rettungswagen transportiert - durchliefen die volle Prozedur in der Notaufnahme.

Nach gut zwei Stunden war die Übung beendet. „Die Übung im Gleisbett ist perfekt gelaufen“, resümierte Holger Warnken, stellvertretender Gemeindebrandmeister von Bockhorn und bei der Feuerwehr der Leiter der Gruppe „Bahn“. Er stellte allen Beteiligten ein gutes Zeugnis aus. „Die Einsatzkräfte verstehen ihr Handwerk“. Nur die Verkehrssituation am Einsatztort könne man noch verbessern.

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