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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

St.-Marien-Stift In Varel: Feuer im Altenheim – Es war Brandstiftung

09.07.2019

Varel Das Feuer im St.-Marien-Stift in Varel wurde vorsätzlich gelegt. Davon gehen die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland aus, nachdem sie am Montag den Brandort untersucht haben. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Wilhelmshaven unter der Telefonnummer 04421/942-0 in Verbindung zu setzen.

Frank Germeroth, Geschäftsführer des St.-Johannes-Hospitals und des angrenzenden Wohn- und Pflegezentrums St.-Marien-Stift, zeigte sich erschüttert: „Was kann jemanden nur dazu bewegen, so etwas zu tun? Der oder die Täter haben nicht nur sich selbst, sondern auch zahlreiche Patienten, Besucher und Mitarbeiter in höchste Gefahr gebracht. Wir können von Glück sagen, dass nicht mehr passiert ist.“

In einer Pressekonferenz am Montagmorgen hatten Germeroth sowie Dr. Peter Plettenberg, Chefarzt des Geriatriezentrums Friesland, und Eva-Maria Stenzel, Heimleiterin des St.-Marien-Stiftes, über den aktuellen Stand der Ermittlung und die Auswirkungen des Kellerbrandes für das St.-Marien-Stift und das St.-Johannes-Hospital und deren Bewohner sowie Patienten informiert.

Wenn das Gebäude wieder freigegeben ist, werde sofort mit der Säuberung begonnen, so Germeroth. „Problem ist die Verrauchung und die Verrußung. Die Schadstoffbelastung müsse gemessen werden. Das Untergeschoss, wo der Brand ausgebrochen ist, müsse komplett saniert werden. Der Bereich, in dem auch Therapieräume untergebracht sind, war erst kürzlich saniert worden.

Noch steht nicht fest, wann die 48 Bewohner des St.-Marien-Stiftes und die 14 Patienten des Geriatrie- und des Alterstrauma-Zentrums wieder in das Gebäude zurückkehren können. Während die Geriatrie-Patienten im St.-Johannes-Hospital untergebracht sind, wurden die 48 Bewohner des St.-Marien-Stiftes von der DRK in zehn Heime in der Umgebung gebracht. „Von Hooksiel bis Rastede“, berichtet Eva-Maria Stenzel. Die Pflegekräfte aus Varel versorgen ihre Bewohner mit Kleidung und anderen persönlichen Dingen und unterstützen gegebenenfalls auch bei der Betreuung.

Während die Bewohner aus dem ersten und zweiten Obergeschoss nach dem Brand in Ruhe das Gebäude verlassen konnten, geschah das bei den Geriatrie-Patienten im Erdgeschoss panikartig, berichtet Eva-Maria Stenzel, viele Patienten mussten persönliche Dinge im Gebäude zurücklassen.

„Die Pflegekräfte haben ihre Gesundheit riskiert, um die Patienten aus dem Haus zu holen“, sagt Dr. Peter Plettenberg, „vor ihnen ziehe ich meinen Hut.“ Vier Mitarbeiter wurden dabei durch Rauchgas leicht verletzt. Plettenberg war beeindruckt, wie engagiert und besonnen Feuerwehr, Retter, Ärzte und Pflegekräfte agiert hätten. Die Patienten seien gelassen gewesen. „Es wurden sogar noch Witze gemacht“, so Plettenberg. Viel Lob gab es auch für die Mitarbeiter der Cafeteria, die bis in die Nacht hinein alle Helfer versorgten.


Sehen Sie ein Video vom Brand unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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