• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 20 Minuten.

Weitere Corona-Fälle bei Gegner Jahn Regensburg
Werder Bremens Pokalspiel droht Absage

NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Straßenmeisterei Jever: Debatte über Umgang mit überfahrenen Katzen

27.10.2018

Varel „Ein totes Haustier kann man doch nicht einfach eingraben, ohne den Halter zu ermitteln.“ Sandra Greiner aus Langendamm ist sauer auf die Straßenmeisterei Jever und wendet sich mit ihrem Ärger an die Nordwest-Zeitung.

Als Freitag vor einer Woche ihr Kater Toni nicht zum Frühstück gekommen ist, machte sie sich Sorgen. „Ich habe ihn seit acht Jahren und jeden Morgen war er da“, sagt sie. Auf Facebook startete sie eine Suchanfrage und bekam den Hinweis, dass an der Bundesstraße 437 in Varel, die über die A 29 führt, eine tote Katze gesehen worden war. „Ich habe die ganze Böschung abgesucht, aber Toni nicht gefunden“, berichtet sie. Erst ein weiterer Hinweis brachte Aufschluss: „Ein Mann berichtete, dass er gesehen hat, wie ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei eine tote Katze am Straßenrand begraben hat“, sagt Sandra Greiner.

Sie machte sich gemeinsam mit ihrem Vater auf zu der beschriebenen Stelle und ihr Vater begann zu graben. Und tatsächlich lag dort Toni unter der Erde. In die Trauer über ihre tote Katze mischte sich Wut: „Ein Haustier einfach so einzugraben, geht doch überhaupt nicht“, sagt sie. Toni sei mit einer Tätowierung und Halsband deutlich als Hauskatze zu erkennen gewesen. „Ich kann doch nicht nachvollziehen, wo mein Haustier geblieben ist, wenn es einfach eingegraben wird“, sagt sie, „das hat etwas mit Respekt dem Halter gegenüber zu tun“.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Nordwest-Zeitung hat bei der Straßenmeisterei Jever nachgefragt, die für alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis Friesland zuständig ist. Leiter Jens Schumacher erläutert den generellen Umgang mit überfahrenen Tieren. „Wir fahren wöchentlich Kontrollen auf allen Straßen und sichten, was für den Verkehrsteilnehmer gefährlich sein könnte“, sagt er.

Dazu gehören auch tote Tiere, die auf oder sichtbar neben der Straße liegen. „Alle toten Tiere, die kleiner sind als Hasen, werden von den Mitarbeitern am Straßenrand eingegraben“, sagt er, „dazu gehören auch Katzen“. Er und seine Mitarbeiter würden damit nach Anweisungen des Landes Niedersachsen handeln. Bei größeren Tieren wie Rehen oder Wildtieren werde der Jagdpächter informiert, der sich um die Beseitigung kümmert.

Jens Schumacher sieht keine Möglichkeit zu ermitteln, ob es sich bei überfahrenen Katzen um Haustiere handelt. „Ich muss an den Schutz meiner Mitarbeiter denken, wir wissen nicht, ob eine tote Katze Krankheitserreger in sich hat“, sagt er. Häufig sei die Verwesung auch schon weit fortgeschritten.

Chiplesegeräte, mit denen bei gechipten Katzen der Halter festgestellt werden könnte, haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Jever nicht. Der Zustand der überfahrenen Katzen ermögliche es in der Regel auch nicht, nach Chips zu suchen, stellt Jens Schumacher klar: „Oft lässt sich nichts mehr feststellen.“ Er könne den Ärger der Bürger verstehen, sagt er, „aber wir können nicht jede tote Katze, die an der Straße liegt, nach Wilhelmshaven zum Tierheim bringen“.

Die Mitarbeiter der Stadtbetriebe Varel, die sich um die städtischen Straßen in Varel kümmern, haben häufiger mit überfahrenen Katzen zu tun. „Acht bis zehn Katzen im Jahr liegen überfahren auf oder neben der Straße“, berichtet Fritz Schimmelpenning von den Stadtbetrieben Varel.

Die Mitarbeiter verfügen über ein Lesegerät, mit dem die Chips der Katzen ausgelesen und die Besitzer ausfindig gemacht werden können. Ob gechipt oder nicht, die Mitarbeiter der Stadtbetriebe Varel bringen alle am Straßenrand gefundenen toten Haustiere ins Tierheim Wilhelmshaven.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2502
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.