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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Urteil Gegen Varelerin Ist Rechtskräftig: Mutter getötet – 14-Jährige muss acht Jahre ins Gefängnis

12.12.2018

Varel Rechtskräftig geworden ist das Urteil der Großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes gegen die 14-Jährige aus Büppel, die am Muttertag 2017 ihre eigene Mutter mit 100 Messerstichen getötet hat. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision der Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätigte am Dienstag Richterin Dr. Melanie Bitter, Sprecherin des Landgerichtes. Die Jugendkammer unter Vorsitz von Richter Dr. Dirk Reuter hatte die 14-Jährige im Januar dieses Jahres zu einer Jugend-Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt.

Der mitangeklagte 15-jährige Freund der 14-Jährigen, der keine Revision gegen das Urteil eingelegt hatte, war in die geschlossene Jugend-Psychiatrie eingewiesen worden. Das Motiv für die grauenvolle Tat ist nicht bekannt. Vom Verfahren gegen die beiden Jugendlichen war die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen gewesen. Möglicherweise hatte die Mutter der 14-Jährigen aber etwas gegen die Beziehung zu dem 15-Jährigen.

Nach der Tat war es mit der Liebe zwischen den beiden Jugendlichen aber vorbei. Beide beschuldigten sich gegenseitig, die 39-Jährige getötet zu haben. Die Kammer hatte in einem aufwendigen Verfahren klären müssen, was wirklich geschehen war.

Anfangs wurde das Pärchen wegen Mordes angeklagt. Die Mutter soll geschlafen haben, als sie erstochen wurde. Das ließ sich dann aber doch nicht mehr zweifelsfrei klären, so dass das Mordmerkmal der Heimtücke wegfiel. Beide wurden dann wegen gemeinschaftlich begangenen Totschlags schuldig gesprochen.

Der Verteidiger der 14-Jährigen soll in dem Verfahren die Hauptschuld an dem Geschehen dem 15-Jährigen angelastet haben. Angesichts des deutlichen Urteils gegen die 14-Jährige (nur zwei Jahre unter Höchststrafe) hat die Kammer die Hauptschuld-Frage offenkundig anders gesehen. Die obersten Richter des Bundesgerichtshofes teilten nun die Feststellungen und Überzeugungen der Jugendkammer im vollen Umfang. Deswegen wurde die Revision der 14-Jährigen auch verworfen.

Die Bluttat in Büppel erregte weit über die Grenzen Varels und des Oldenburger Landes hinaus große Aufmerksamkeit.

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