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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Waffen beschäftigen Richter erneut

11.11.2014

Varel /Oldenburg Wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall beziehungsweise Hehlerei muss sich seit Montag ein 27 Jahre alter Mann aus Wilhelmshaven vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, mit dem Verschwinden von Waffen nebst Munition beim Vareler Paintball-Verein zu tun gehabt zu haben – entweder als Dieb oder als Hehler, der die Beute vom eigentlichen Dieb aufkaufte.

Die Beute war wenig später beim Wilhelmshavener Paintball-Verein, der gerade neu gegründet worden war, wieder aufgetaucht. Fest steht, dass der Angeklagte die Waffen und die Munition, die dem Vareler Verein gehörten, beim Wilhelmshavener Verein zwecks Vermietung eingestellt hatte. Er will sie aber zuvor gutgläubig im Internet erworben haben. Dass es sich um Diebesgut gehandelt hatte und der geschädigte Verein sogar in Varel angesiedelt war, davon will der Angeklagte nichts gewusst haben.

Vor dem Verschwinden der Waffen hatte der 27-Jährige zweimal im Vareler Verein gespielt. Er kannte sich aus. Dann wurde in Wilhelmshaven ein eigener Verein gegründet – sozusagen direkt vor der Haustür des Angeklagten. Mit dem Einstellen der Waffen im Wilhelmshavener Verein zwecks Vermietung wollte sich der Angeklagte eine stetige Einnahmequelle verschaffen. Auch das steht fest.

Der Angeklagte konnte sogar einen Kaufvertrag vorlegen, den er mit dem Verkäufer aus dem Internet abgeschlossen haben will. Die Unterschrift auf dem Vertrag war allerdings unleserlich gewesen, so dass die Staatsanwaltschaft von einer Totalfälschung ausgeht. Dem Angeklagten, der wegen Diebstahls schon mal im Gefängnis gesessen hatte, wurde nicht geglaubt.

Schon einmal musste er sich wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Das Vareler Amtsgericht hatte ihn zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Auf die Berufung des Angeklagten hin reduzierte das Landgericht die Strafe dann um vier Monate. Dagegen hatte die Verteidigung Revision eingelegt. Das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG) hob das Urteil dann auch wieder auf.