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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Dgzrs: Aus ,SRB 68‘ wird ,Fritz Thieme‘

10.04.2018

Wangerooge Eine der älteresten Rettungsstationen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) hat nun eines der neusten Rettungsboote erhalten: die Insel Wangerooge. Am Wochenende wurde das Schiff nun offiziell auf den Namen „Fritz Thieme“ getauft – im Beisein vieler Insulaner, aber auch Gäste.

Wie berichtet, hat das neue gut zehn Meter lange Rettungsboot die „Wilma Sikorski“ abgelöst. Eigentlich ist das Boot ja schon seit vier Monaten im Einsatz und hat sich bereits bewährt. Die Schiffstaufe hatte sich allerdings etwas verschoben.

Am Sonntag war es dann aber endlich so weit: Dagmar Irmler taufte den Neubau mit der internen Bezeichnung „SRB 68“ auf den Namen Fritz Thieme. Die 66-Jährige war in den letzten Jahren die Frau an der Seite des promovierten Physikers Thieme, der mit seinem Nachlass den Neubau ermöglichte. „Allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“, betonte Dagmar Irmler.

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Selbstlos, idealistisch und verantwortungsbewusst – diese Wesenszüge haben Professor Fritz Thieme zeitlebens sehr viel bedeutet – und er fand sie bei den Seenotrettern. „Die Besuche bei uns an Bord haben ihm viel bedeutet, und auch wir waren sehr froh, in ihm einen so großen Förderer unserer Arbeit zu wissen“, sagte Jörg Rabe, Vormann des auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzers Hermann Marwede. Denn hierher kam Thieme oft, um „aufzutanken.“

Der Professor selbst hatte keine Kinder und er setzte „seine“ Seenotretter als Erben ein. Mit seinem Nachlass bleibt er ihnen auf ewig verbunden. „Für sein außerordentliches Engagement sind wir sehr dankbar, denn dieser Nachlass versetzt uns in die Lage, den Neubau vollständig zu finanzieren“, betonte Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der Seenotretter, bei der Taufe auf Wangerooge.

Und auch die Rettungskräfte von der Insel freuten sich natürlich über ihr neues Einsatzfahrzeug – das sie sogar bereits im September letzten Jahres inspizieren durften. Da besuchten sie nämlich die Schiffbauhalle der Fassmer-Werft in Motzen an der Weser, als das Boot gerade im Endausbau war. Die erste Reaktion der Männer? „Wir bekommen ein echt tolles Boot!“

Das neue Rettungsboot

Das neue Seenotrettungsboot Fritz Thieme hat auf der Freiwilligen-Station Wangerooge die 1999 in Dienst gestellte Wilma Sikorski ersetzt. Diese 9,5 Meter lange Einheit löste wiederum in Norddeich die 1993 gebaute und 8,5 Meter lange Cassen Knigge ab, die außer Dienst gestellt und an Uruguays Seenotrettungsgesellschaft „Ades“ abgegeben wurde.

Die Daten:
Länge über Alles: 10,1 Meter
 Breite über Alles: 3,61 Meter
Tiefgang: 0,96 Meter
Verdrängung: 8 Tonnen
Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
Besatzung: Freiwillige
Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Zudem besitzt das Boot zwei Spanten mehr in der Länge, wodurch die Unterbringung und Behandlungsmöglichkeiten an Bord für Schiffbrüchige, Erkrankte und Verletzte verbessert werden. Mit lediglich 96 Zentimetern Tiefgang kann das Boot auch im anspruchsvollen Tidenrevier mit vielen Sandbänken und Flachs rund um die Insel seine Aufgaben erfüllen.

Der Neubau ist einer von insgesamt zehn des gleichen Typs – das derzeit letzte soll 2020 seinen Dienst aufnehmen. Wie alle Einheiten der Seenotretter sind die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert. Sie zeichnen sich durch hohe Seetüchtigkeit aus.Dank des rundumlaufenden Fendersystems sind sie in der Lage, auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.

Die Neubauten sind mit moderner Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.

Wangerooge zählt zu den ältesten Stationen der Seenotretter. Bereits 1863, zwei Jahre vor Gründung der DGzRS, hatte der Bremische Verein zur Rettung Schiffbrüchiger, einer ihrer regionalen Vorläufer, auf der Insel das erste Ruderrettungsboot stationiert.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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