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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Was war die „Bombe“ wirklich?

26.05.2017

Ellenserdammersiel /Sande Dass es keine Bombe ist, was vor etwa zwei Wochen in Ellenserdammersiel ausgegraben wurde, ist spätestens bekannt, seit die drohende Evakuierung des Ortes abgeblasen wurde. Aber was ist es dann? Der Heimatverein Bockhorn will dem nachgehen – und hat sich jetzt die „Bombe“ am Bahnhof in Sande bei der Bahn abgeholt. Ralph Blumroth, leitender Bauüberwacher bei der Deutschen Bahn, überreichte das Fundstück an den Heimatverein.

Wozu das Teil einst gedient haben könnte, dazu gab es bereits reichlich Spekulationen. Schon bei der Bergung des Stahlteils mit einer daran befestigten Kette wurde vermutet, es könne sich um eine so genannte Injektionslanze handeln, die an der Kette wieder herausgezogen werden sollte.

Später hieß es, das Fundstück könne Teil eines alten Sieltores gewesen sein. Das Hiddelser Tief war schließlich einst schiffbar. Bei einer Sturmflut 1825 kam es zum Deichbruch. Später wurde eine Bahntrasse darüber gebaut. Was von den alten Sieltoren noch im Boden lag, wurde einfach dagelassen.

Aber auch an dieser Version gibt es erste Zweifel, nachdem die Mitglieder des Heimatvereins Bockhorn das Teil in Augenschein genommen haben. Zumindest die Kette sehe laut Manfred Juds vom Heimatverein Bockhorn aus, als sei sie neueren Datums. Auch eine Schweißnaht lege die Vermutung nahe, dass das Teil nicht von einem fast 200 Jahre alten Schleusen- oder Sieltor stamme. An der Fundstelle in Ellenserdammersiel finden sich außerdem noch mehr Teile, überwiegend Rohre, die zu dem Fundstück zu passen scheinen.

„Worum es sich dabei genau handelt, sollen Fachleute für uns herausfinden“, erklärt Ewald Spiekermann vom Heimatverein. „Für uns ist jetzt erst einmal wichtig, dass wir das Teil haben und schauen, welche Experten wir hinzuziehen.“ Das Metallteil soll gereinigt und dann einem Schmied gezeigt werden, der womöglich mehr über die Art der Verarbeitung sagen kann. Mit einer chemischen Analyse könne man herausfinden, wie alt der Stahl tatsächlich ist.

Was danach mit dem Teil passiert, ist ebenfalls noch offen. Denkbar sei laut Spiekermann, dass man es der Dorfgemeinschaft in Ellenserdammersiel überlasse. Denn auch, wenn es sich letztlich als einfacher Metallschrott entpuppen sollte, hat das Teil doch für einigen Aufruhr in der kleinen Ortschaft gesorgt.

Christopher Hanraets
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

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