• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr: Werkzeugkasten auf vier Rädern

12.10.2015

Waddewarden Die „Oma“ der Freiwilligen Feuerwehr Waddewarden ist nun Uroma – und verweigerte prompt den Dienst. So musste die neue „Oma“ der Ortswehr, das Löschfahrzeug (LF8), Baujahr 1977, auf ihrer letzten Dienstfahrt am Sonnabend das Leichte Löschgruppenfahrzeug von 1942 an der Stange durchs Dorf ziehen. Den Heimweg nach Waddewarden hatte das Museumsfahrzeug, das seit einem Jahr mit anderen Oldtimern im Feuerwehrmuseum Jever zu bewundern ist, noch aus eigenem Antrieb geschafft.

Oma und Uroma

Die beiden alten Fahrzeuge begleiteten das neue TSF-W(asser), das nagelneue Tragkraftspritzenfahrzeug der Wehr Waddewarden, auf seiner ersten Fahrt: Am Sonnabend wurde das flotte Kleinlöschfahrzeug von Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena und Ortsbrandmeister Florian Harms feierlich in Dienst gestellt.

86 275 Euro hat die Gemeinde dafür springen lassen. „Das ist ein schlagkräftiges Fahrzeug mit vielen Möglichkeiten über den Erstangriff hinaus“, schwärmte Mühlena: „Ich bin ein Fan von kleinen, variabel einsetzbaren Fahrzeugen.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

1000 Liter Wasser für den Erstangriff hat der Wagen dabei, der von der Firma Heinz Meyer Feuerwehrbedarf in Rehden bei Diepholz auf Iveco-Basis aufgebaut wurde. Sechs Kameraden haben Platz, außerdem ein Rettungssatz für technische Hilfe bei Unfällen, Notstromgerät und Beleuchtung, Tauchpumpe, Motorsäge, Trennschleifer und 60 Liter Löschschaum. „Eine eierlegende Wollmilchsau“, freute sich Harms. „So schlagkräftig waren wir noch nie aufgestellt“, betonte er mit Verweis auf die aktuell 29 Einsatzkräfte und die neu aufgestellte Atemschutz-Notfall-Zentrierte Staffel.

Der kommissarische Gemeindebrandmeister Eike Eilers freute sich über den „großen Werkzeugkasten auf Rädern“, der den Waddewarder Kameraden ermögliche, ihre Aufgabe „Leben retten und Sachwerte erhalten“ nun noch besser zu meistern. „Ein neues Fahrzeug ist immer etwas besonderes – das erlebt man oft nur ein- bis zweimal in 25 Jahren“, sagte er. Dass das so sei, liege zum einen an der Qualität der Fahrzeuge, zum anderen aber insbesondere auch an der guten Pflege mit viel Liebe und Hingabe durch die Gerätewarte.

Und so oblag es dem ehemaligen Gerätewart Reiner Harms, die letzte Fahrt mit der Oma, und dem aktuellen Gerätewart Fritz Weiß, die erste Fahrt mit dem „Neuen“ zu absolvieren.

Sogar Geschenke gibt’s

Natürlich gab es auch Geschenke: Jörg Schürmann vom neuen Förderverein der Wehr Waddewarden schenkte den Aktiven Sitzschoner, Ortsbrandmeister Harms spendierte ein Navi und Michael Cordes von der Öffentlichen Brandkasse sagte einen nennenswerten Betrag zu den Anschaffungskosten zu.

Wie Bürgermeister Björn Mühlena ankündigte, war das neue TSF-W für Waddewarden noch lange nicht die letzte größere Anschaffung für Wangerlands Feuerwehren: Im Herbst soll das neue Feuerwehr-Konzept verabschiedet werden, an dem alle Ortswehren mitgearbeitet haben. Das Konzept beinhaltet eine Bedarfsplanung zur weiteren Modernisierung der Wangerländer Wehren.

Zur Unterstützung der Wehren Hooksiel und der Freiwilligen Freiwillige Feuerwehr Waddewarden wurden der Einsatzleitwagen und das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Hohenkirchen uns zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Personen alarmiert. Ein PKW war mit einem Baum kollidiert und dann auf der Seite, mitten auf der Sillensteder Straße, zum liegen gekommen. Die Fahrerin war ansprechbar, jedoch eingeklemmt und verletzt. Sie wurde durch einen Ersthelfer betreut. Umgehend begann die Besatzung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) der Wehr Waddewarden mit der Absicherung des Unfallfahrzeugs. Dabei kamen u.a. Steckleiterteile zum Einsatz um ein Umkippen des Wagens zu verhindern. In Absprache mit dem Notarzt wurde dann das Dach des Fahrzeugs geöffnet um die Fahrerin möglichst schonend aus dem Auto retten zu können. Während dieser Maßnahmen war die Sillensteder Straße komplett durch die Polizei gesperrt. Die Fahrerin wurde durch den Rettungsdienst Friesland versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Rettungshubschrauber "Christoph 26" aus Sande war vor Ort. BILD: Ina Eilers/Feuerwehr

Erster Einsatz

Zum ersten Einsatz ist das TSF-W aus Waddewarden gleich am Sonntagmorgen ausgerückt: Ein Auto war an einen Baum an der Sillensteder Straße geprallt und lag mitten auf der Fahrbahn auf der Seite. Das TSF-W sicherte den Unfallort ab. Im Einsatz waren auch die Wehren Hohenkirchen und Hooksiel.

Die Fahrerin des verunglückten Autos war eingeklemmt und verletzt, dabei ansprechbar. Mit Hilfe von Steckleitern wurde das Auto so abgestützt, dass es nicht umkippen konnte. Dann wurde das Dach des Fahrzeugs geöffnet, um die Fahrerin schonend aus dem Auto retten zu können. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 26 war vor Ort.


Mehr Bilder unter   www.nwz.tv/friesland 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.