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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Landgericht schickt Intensivtäter drei Jahre ins Gefängnis

09.11.2017

Zetel /Bockhorn /Varel /Oldenburg Wegen versuchter räuberischer Erpressung, Nötigung und Diebstahls hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch in zweiter Instanz einen 27-jährigen Intensivtäter aus Bockhorn zu insgesamt drei Jahren Gefängnis verurteilt. Damit verschärfte die Berufungskammer ein früheres Urteil des Amtsgerichtes in Varel. Das Amtsgericht hatte den 27-Jährigen unter anderem wegen versuchter räuberischer Erpressung zu einer Gesamtgefängnisstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt.

Aus früheren Verfahren existierten aber noch weitere Urteile. Die Staatsanwaltschaft, die Berufung gegen das Vareler Urteil eingelegt hatte, war der Ansicht gewesen, dass aus diesen früheren Urteilen eine zusätzliche Gesamtstrafe gebildet werden müsse. Das holte das Landgericht dann auch nach. Die Strafe für die versuchte räuberische Erpressung blieb bestehen, aus den früheren Urteilen wurde dann zusätzlich eine weitere Gesamtstrafe von ebenfalls eineinhalb Jahren gebildet. Nun muss der Angeklagte für insgesamt drei Jahre ins Gefängnis.

Dabei wollte der er eigentlich gänzlich unschuldig sein, vor allem, was die versuchte räuberische Erpressung in der Gemeinde Zetel anging. Das Gericht war aber davon überzeugt, dass der Angeklagte am 22. Mai vorigen Jahres zusammen mit einem Mittäter in Zetel einen jungen, geistig behinderten Mann bedroht und die Herausgabe von 20 Euro verlangt hatte. Zeugen des Vorfalls hatten sich eingeschaltet und Schlimmeres verhindert. Das Gericht hielt die Angaben dieser Zeugen für absolut glaubhaft. Auch das Verhalten des Opfers, das nach der Tat völlig aufgelöst war, sprach gegen den Angeklagten.

Wenige Monate vor der Tat war der Angeklagte erst aus der Haft entlassen worden. Und dann die neue Tat. Das wog schwer. Strafschärfend wirkte sich zudem aus, dass der Angeklagte 14 Mal vorbestraft ist. Zurzeit befindet er sich wieder in Haft.