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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Dlrg Zetel Zu Sicherheit Beim Schwimmen: „Viele Eltern unterschätzen die Gefahr“

27.07.2019

Zetel Sommerzeit ist Badezeit – gerade bei den Rekordtemperaturen der vergangenen Tage zog es jede Menge Menschen – vor allem Kinder – in die Freibäder und zu den Badeseen. Aber: „Viele Eltern kennen die Gefahren für ihre Kinder beim Baden nicht“, warnt Jan-Ole Schattschneider, Leiter Einsatz bei der DLRG Bockhorn-Zetel. In den vergangenen Tagen habe man immer wieder beobachtet, dass manche Eltern ihre Kinder zu sorglos schwimmen gehen lassen.

Mit diesen Regeln schwimmen Sie sicher

Sicheres Gewässer wählen: Am besten sucht man sich ein Gewässer aus, dass überwacht wird. Welche das sind, erfährt man bei der Gemeinde oder bei der DLRG.

Auf Sonnenschutz achten: Wer sich zuerst am Ufer aufhält sollte sich gut vor der Sonne schützen und viel trinken, damit der Körper nicht zu stark aufheizt. Sonst droht beim Sprung ins Wasser ein Kreislaufkollaps.

Abduschen: Vor dem Baden duschen, um den Körper an die geringere Temperatur zu gewöhnen.

Erst verdauen, dann schwimmen: Wer sich im Freibad gern Currywurst und Pommes gönnt, sollte erst eine Pause machen, bevor er ins Wasser geht. Sonst kann es Probleme mit dem Kreislauf geben, weil der Körper sich überanstrengt.

Langsam ins Wasser: Wer langsam ins Wasser geht, gewöhnt sich besser an die Temperatur und läuft nicht Gefahr, sich bei einem Kopfsprung ins Flachwasser zu verletzen.

Erschöpft? Dann raus! Wer sich beim Schwimmen unwohl oder erschöpft fühlt, sollte sofort das Wasser verlassen.

Aufwärmen: Friert man im Wasser, sollte man an Land gehen, sich abtrocknen und aufwärmen, bevor man wieder ins Wasser geht.

Im Notfall Hilfe rufen: Kommt man nicht mehr allein an Land, sollte man auf jeden Fall auf sich aufmerksam machen. Gleiches gilt, wenn jemand anderes in Gefahr ist: Bevor man selbst zur Hilfe eilt, Rettungsdienst oder Rettungsschwimmer rufen und nur eingreifen, wenn man sich die Rettung selbst zutraut. Nicht selbst in Gefahr bringen!

Kinder allein ins Freibad zu schicken sei gefährlich. Wie gefährlich zeigte sich erst am Donnerstag im Naturbad in Zetel. Dort wäre laut Jan-Ole Schattschneider beinahe ein Kind ertrunken, hätten die Rettungsschwimmer nicht eingegriffen. „Das Kind war gerade noch an der Wasseroberfläche, hatte kein Schwimmabzeichen und die Eltern waren zu Hause“, erzählt Schattschneider.

Aber selbst mit Schwimmabzeichen ist es nicht unbedingt sicher. „Viele Eltern glauben, dass man ein Kind mit Seepferdchen alleine losschicken kann. Aber ein sicherer Schwimmer ist man erst mit dem Schwimmabzeichen in Bronze“, erklärt der DLRGler. „15 Minuten sollte man sich über Wasser halten können.“

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Besonders dramatisch: Anders als Erwachsene ertrinken Kinder oft lautlos. „Erwachsene rufen um Hilfe, Kinder verschwinden dagegen oft langsam unter der Wasseroberfläche“, erklärt Schattschneider. Daher sei es sehr gefährlich, wenn Kinder unbeaufsichtigt schwimmen gehen. Die gleiche Gefahr bestehe auch, wenn man zu Hause einen Gartenteich hat.

Auch Schwimmhilfen wie Schwimmflügel bieten nur bedingt Schutz vor dem Ertrinken. „Schwimmflügel sitzen oft nicht richtig oder verlieren Luft“, sagt Schattschneider. Gerade wenn die Kinder ins Wasser springen, sind die Schwimmflügel schnell verloren. Beim Sprung ins kühle Nass kommt noch dazu, dass die Kinder dann schon unter der Wasseroberfläche sind. Wer nicht schwimmen kann, befindet sich dann in großer Gefahr.

„Die Aufsichtspflicht gilt nicht nur an Land, sondern auch im Wasser“, betont Jan-Ole Schattschneider. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass die Ehrenamtlichen von der DLRG oder die Schwimmmeister immer alles im Blick haben. Gerade an heißen Sommertagen, wenn die Bäder voll sind, ist dass auch überhaupt nicht möglich. „Das ist keine Eins-zu-Eins-Betreuung. Wenn es heiß wird, verstärken wir natürlich unser Personal. Aber gerade die Ehrenamtlichen müssen unter der Woche auch arbeiten. Unsere Hauptpräsenzzeit ist am Wochenende“, erläutert Jan-Ole Schattschneider.

Damit das Kind im Sommer fit fürs Freibad ist, rät er den Eltern, den Nachwuchs im Schwimmtraining zu halten. Sprich: Hat das Kind Seepferdchen gemacht, sollte es sich auf das Bronzeabzeichen vorbereiten. Ist auch das geschafft, kann man Silber ins Visier nehmen und so die Schwimmausbildung immer weiter vorantreiben.

Wie gefährlich es beim Baden werden kann, verdeutlicht Schattschneider an einer Zahl: 504 Ertrinkungsunfälle hat es 2018 in Deutschland gegeben – das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 20 Prozent. Vielerorts liege das auch an fehlenden Möglichkeiten für die Schwimmausbildung. Im Landkreis Friesland sei das aber noch kein großes Problem. Auch das Interesse an den Schwimmkursen ist groß. „Wir haben einen massiven Andrang, aber viele Eltern sind sich offenbar nicht darüber im Klaren, dass das Seepferdchen allein nicht ausreicht.“

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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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