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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Wald wird immer sauberer

28.03.2019

Zetel Seit die Gemeinde Zetel einmal im Jahr zum Naturputz aufruft, sind die Mitglieder des Naturfreundevereins Varel-Zetel dabei. Sie holen sich im Rathaus Müllsäcke ab und ziehen damit durch den Wald, vom Naturfreundehaus an der Straße „Hasenweide“ durch das Neuenburger Holz, bis sie an der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel wieder herauskommen. Seit 16 Jahren machen die Naturfreunde mit bei der Frühjahrsputzaktion, und in den Jahren hat sich so einiges verändert: was die Leute wegwerfen und wo sie es wegwerfen.

„Wir haben in den Jahren festgestellt, dass der Wald immer sauberer wurde“, sagt die Vorsitzende Stephanie Loßek-Fischer. „Wir finden von Jahr zu Jahr weniger Müll im Wald. Die Waldbesucher scheinen wirklich mehr darauf zu achten als früher, dass sie keinen Müll in die Natur werfen.“

Das aber sieht am Waldparkplatz an der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel ganz anders aus. Dort haben die Naturfreunde schon Sperrmüll und Sondermüll gefunden. „Auf dem Parkplatz ist das wirklich eine Katastrophe. Da haben wir schon Teppiche, Radkappen, Farbreste, Gartenabfälle und vieles mehr gefunden“, sagt Stephanie Loßek-Fischer. Die Menschen, die dort ihren Müll abladen, tun das nicht fahrlässig wie jemand, der seine Zigarettenkippe auf die Straße wirft. Das Abladen von Sperrmüll in der Natur geschieht mit Vorsatz. Die Leute laden den Müll zu Hause ins Auto und fahren damit gezielt an einen unbeobachteten Ort in der Natur, um ihn loszuwerden. „Der Parkplatz ist ein richtiger Müllabladeplatz geworden“, sagt die Naturfreunde-Vorsitzende. Auch auf dem Parkplatz am Urwald in Neuenburg wurden schon Waschmaschinen und Wäschetrockner, Autoreifen und alle möglichen anderen sperrigen Abfälle entsorgt.

Zugenommen hat außerdem die Menge an Müll, die auf den Bermen und in den Straßengräben liegt. „Weil der Wald so sauber war, sind wir letztes Jahr an der Urwaldstraße Richtung Zetel zurückgegangen, um dort Müll zu sammeln. Und da haben wir erschreckend viel gefunden.“ Am Straßenrand liegen Unmengen von Plastiktüten, Plastik-Kaffeebecher, Papiertüten vom Schnellrestaurant und jede Menge Plastik- und Glasflaschen – „vor allem ganz viele Wodka-Flaschen“. Stephanie Loßek-Fischer sagt: „Auf dem Stück waren wir stundenlang beschäftigt. Zwei Mann rechts und zwei Mann links von der Straße.“ Manchmal haben die Naturfreunde bei der Frühjahrsputzaktion schon so viel Müll gefunden, dass sie die vielen Tüten gar nicht mehr tragen konnten. Dann kommt der Bauhof und holt den Müll ab.

Wenig Müll im Wald, viel in der Nähe der Straße. So ist das heute. „Früher war das anders: Da war auch noch viel Müll im Wald. Das ist aber deutlich weniger geworden, da liegt höchstens mal noch ein Taschentuch oder ganz vereinzelt ein Trinkpäckchen“, sagt Stephanie Loßek-Fischer. „Zu den Anfangszeiten haben wir auch stapelweise Anzeigenzeitungen und Werbungen gefunden, und auch Farbreste. Wir waren selbst überrascht, wie sauber der Wald geworden ist.“

Am Samstag sind die Naturfreunde wieder mit zehn Personen beim Naturputz dabei. Am Freitag sammeln erstmal die Kindergärten und Schulen, 642 Kinder und Jugendliche wurden zur Sammelaktion bei der Gemeinde Zetel angemeldet. Am Samstag sind dann die Vereine dran. 109 Anmeldungen hat es gegeben, 74 aus Zetel und 35 aus Neuenburg. „Das war in den vergangenen Jahren meistens so, wobei es im Jahr 2018 einen heftigen Einbruch gegeben hat: Da haben sich nur 44 Personen aus Vereinen zum Naturputz angemeldet“, sagt Detlef Kant von der Gemeinde Zetel. „Angefangen haben wir damals mit 200 Anmeldungen.“

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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