Varel - 417 Fahrzeuge hat die Polizei am Montag in nur drei Stunden auf der Autobahn 29 in der Baustelle zwischen dem Parkplatz Vareler Wald und der Anschlussstelle Varel-Bockhorn in Richtung Wilhelmshaven geblitzt. Bereits vor drei Wochen war dort geblitzt worden, damals waren 500 Fahrzeuge wesentlich schneller als die erlaubten 60 km/h in der Baustelle unterwegs.
In dem Bereich finden Arbeiten an der Brücke statt und die Verkehrsführung wurde mit Fahrbahnverschwenkungen geändert. Anlass der Blitzeraktion waren Gespräche mit den Baufirmen, aus denen hervorging, dass sich die Arbeiter gefährdet sehen, weil dort die Geschwindigkeiten nicht eingehalten werden.
Das war auch bei der jüngsten Geschwindigkeitskontrolle am Montag in der Zeit von 14.40 bis 17.50 Uhr der Fall: 417 von 2516 Fahrzeugen, die in dem Zeitraum die Baustelle passiert haben, waren zu schnell unterwegs. Und zwar viel zu schnell. Die Messstelle war von der Autobahnpolizei Oldenburg so eingerichtet worden, dass das Messgerät erst bei einem Geschwindigkeitsverstoß im Bußgeldbereich ausgelöst hat. Das bedeutet, dass erst ab Tempo 79 geblitzt wurde, wofür dann 60 Euro Bußgeld fällig sind.
Mit einem Fahrverbot müssen 23 Fahrzeugführer rechnen, sie waren schneller als 86 km/h. Den Höchstwert erreichte ein Autofahrer mit einer Geschwindigkeit von 118 km/h. Er muss mit 480 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.
Werde die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Baustellenbereich missachtet und die Fahrweise nicht an den Gefahrenbereich Baustelle angepasst, könne es schnell „brandgefährlich“ werden, insbesondere für die Arbeiter sowie die weiteren Verkehrsteilnehmer, weiß die Polizei. Das belegen auch die Unfallzahlen: Im Baustellenbereich kam es im Jahr 2022 im Streckenabschnitt zwischen dem Parkplatz Vareler Wald und der Anschlussstelle Varel-Bockhorn zu 26 Verkehrsunfällen. Für das Jahr 2023 befinden sich die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau.
