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Breitbandausbau in Bockhornerfeld Jetzt geht’s wirklich ins schnelle Netz

Christopher Hanraets

Bockhornerfeld - Eigentlich sollte plötzlich alles ganz schnell gehen, dann hat’s aber doch noch eine ganze Weile gedauert: Familie Bartels aus Bockhornerfeld sollte endlich ans schnelle Internet angeschlossen werden. Aber daraus wurde erst einmal nichts.

Aber von vorn: Familie Bartels lebt in Bockhornerfeld. Wie auf dem Land leider oft üblich, ist die Internetverbindung eher dürftig. Das Kuriose in diesem Fall: Nur etwa 150 Meter vom Haus der Bartels entfernt, steht ein Verteilerkasten der EWE. Darauf klebt ein großes Plakat, das für den wahnsinnig schnellen Zugang zum Internet wirbt.

Hängen am alten Draht

Die Anwohner des Großen Querdamms haben davon aber nichts, denn ihre Häuser hängen an einem Kabelverzweiger im vier Kilometer entfernten Spohle. Über den alten Kupferdraht kam sogar so wenig vom Internetsignal an, dass die EWE Bartels den Telefonvertrag kündigte, weil das Unternehmen dabei war, auf IP-Telefonie umzustellen – und dafür braucht es eine stabile Netzverbindung.

Als die Ð über diesen Fall berichtete, kam die frohe Kunde: Bartels sollen an den neuen Kasten mit dem schnellen Netz angeschlossen werden – sie könnten dann mit Geschwindigkeiten bis zu 50 000 MBit/s durchs Internet surfen. Dafür müsse nur die Telekom, der die Kabel gehörten, den Anschluss ändern.

Es passierte nichts

Monate später fragte unsere Redaktion noch einmal bei der EWE nach, wie der Stand der Dinge ist – und da wurde bereits ein Schalttermin genannt, an dem die Anschluss-Odyssee endlich ein Ende haben sollte. Die Ð berichtete auch darüber und es passierte – nichts.


Wobei auch das nicht ganz stimmt: „Leider haben wir jetzt weder eine Telefon- noch eine Internetverbindung“, schrieb da Ralf Bartels an die Redaktion. Statt schneller Verbindungen war der Anschluss plötzlich komplett tot. Wer Familie Bartels auf dem Festnetz anrufen wollte, wurde direkt aufs Handy umgeleitet. Anders ging es nicht. Für Ralf Bartels nichts Neues: Ein anderes Mal sei die Leitung ganze drei Monate tot gewesen.

„Kleine Störung“

Laut EWE war für die Verzögerung des Schalttermins „eine kleine Störung im Infrastrukturbereich der Telekom“ verantwortlich. Demnach war eine Anschlussdose kaputt und musste erst von einem Telekomtechniker repariert werden, bevor es dann wirklich klappte mit dem schnellen Internetanschluss. Inzwischen läuft es aber.

Bei Bartels Nachbarn, Familie Schütte, gibt es dagegen – anders als zuvor berichtet – keinen schnellen Zugang zum Netz. Die EWE sagt: „Die uns von der Telekom zur Verfügung gestellten Technikdaten lassen aufgrund der Telekom-Infrastruktur einen Anschluss nicht zu.“ Die Telekom erklärt dagegen, man hätte Jürgen Schütte gerne ein Angebot gemacht, nur sei das aus vertragsrechtlichen Gründen gerade nicht möglich.

Die Telekom scheint dort also zumindest keine technischen Hindernisse zu sehen. Ob auch dort irgendwann eine schnelle Internetverbindung möglich sein wird?

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