Bockhorn - Willkommen geheißen wurde sie mit einem liebevoll verfassen Brief ihrer Vorgängerin. Mit lachendem Smiley stand dort unter anderem geschrieben: „Ich habe dir schon einmal die wichtigsten Punkte vorbereitet.“ Katja Lorenz ist nun bereits seit fast einem Monat nicht mehr Kämmerin und stellvertretende Bürgermeisterin in der Gemeinde Bockhorn, denn diesen Posten hat nun Yvonne Menninga inne. Und sie hat sich bereits gut eingelebt, erzählt sie.
Zahlen sind ihr Ding
Der Wechsel zur Gemeinde Bockhorn ist ihr gar nicht so sehr schwergefallen, schließlich hat Yvonne Menninga bereits von 2005 bis 2018 im Bockhorner Rathaus gearbeitet. Zu dieser Zeit war sie unter anderem als Chefin der Kasse tätig. Und auch heute beschäftigt sie sich hauptsächlich mit Zahlen, schließlich ist sie nun Kämmerin und kümmert sich um das allgemeine Finanzwesen der Gemeinde. Sie hat ein Auge auf die Gemeindekasse, beschäftigt sich mit Abwasserabgaben, die technische Ausrüstung ihrer Kollegen in der Verwaltung, um die Konzessionsabgaben (Strom und Gas), um die Wirtschaftsförderung, Steuern und weitere Projekte. Und schließlich auch um die Tourismusförderung.
Das Team im Rücken
Grundsätzlich leitet Yvonne Menninga die Abteilung zwei im Rathaus und das bedeutet, dass sie die Fachbereiche Finanzen, Wirtschaft und Tourismus sowie den Bürgerservice mit Steuer- und Meldeamt unter sich hat. Hinter ihr steht ein ganzes Team – Arne Krüger (Kämmerei), Heinz-Dieter Barkhoff (Kassenleiter), Insa Gippert (Stellvertretende Kassenverwalterin), Svenja Koring (Meldeamt/Vollstreckung), Ingo Logemann (Tourismus), Aram Ghanaat (Immobilien), Jörg Brunken (Leiter Bürgerservicebüro) und Kira Roshop (Meldeamt). Seit Neuestem nicht mehr im Team sind Dorothee Meinen und Hanno Jelken, dessen Stellen neu besetzt werden sollen.
Bürgermeister vertreten
Fangen wir noch einmal ganz oben an: Wenn Bockhorns Bürgermeister, Thorsten Krettek, einmal seinen Urlaub genießt und für ein paar Tage verreist ist, dann tritt fortan Yvonne Menninga an seine Stelle.
Sie darf den Bürgermeister im Amt vertreten und trifft im Zweifel auch Entscheidungen an seiner statt. Zwar ist die Vertretung des Bürgermeisteramtes eine zentrale Aufgabe, nur steht diese hinten an. „In erster Linie kümmere ich mich um die Finanzen der Gemeinde. Platt gesagt: Wenn meine Kollegen für Projekte oder intern Geld ausgeben, geht die Rechnung über meinen Tisch“, erklärt Menninga.
Momentan Haushalt
Aktuell steckt sie in den Haushaltsvorbereitungen für das kommende Jahr. Denn im Oktober soll der Entwurf bei der Aufsichtsbehörde eingereicht werden.
„Eine kniffelige Aufgabe, weil wir weiterhin einen Haushalts-Stopp-Light in Bockhorn haben. Daher muss ich eine Prioritätenliste erstellen, darüber, wo die Gemeinde im nächsten Jahr Geld ausgeben muss und was noch weiter warten muss.“ Der Umgang mit Zahlen bestimmt ihre Arbeit derzeit sehr, doch auch das Fahrradfahren. Denn genau das machen Touristen in Bockhorn und der Friesischen Wehde am liebsten.
Den Tourismusbereich einer Gemeinde oder Stadt hatte Yvonne Menninga bislang noch nie geleitet. Bei ihrer letzten beruflichen Station in Wilhelmshaven hat sie im Sozialamt und im Ordnungsamt gearbeitet.
Noch was dazugelernt
Die Zetelerin kennt sich in der Friesischen Wehde eigentlich ganz gut aus, doch: „Jetzt, wo ich auch die Tourismus-Brille auf der Nase habe, sind mir noch einmal Details aufgefallen, die kannte ich bislang nicht“, sagt sie.
In der Corona-Zeit hat sie selbst das Fahrradfahren für sich entdeckt und mag es sehr, in der Natur von Bockhorn unterwegs zu sein – „Es ist nun einmal eine einzigartige Region, wo Marsch, Geest und Moor aufeinandertreffen.“
