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NWZonline.de Region Friesland

Wangerooge bangt um den Strand

12.02.2020

Bremen /Wangerooge „Sabine“ lässt nicht locker: Vom Sturmtief waren auch am Dienstag vor allem Küsten- und Inselbewohner im Nordwesten betroffen. So warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vor einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste. Auf Wangerooge ist man besonders besorgt, denn dort richtete der Sturm schon erheblichen Schaden am Strand an.

„In der Nacht wird die Grenze zur schweren Sturmflut erreicht, vielleicht liegen wir sogar drüber“, warnte ein Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das bedeute etwa für die Insel Norderney, dass das Wasser 2,01 Meter höher aufläuft als das mittlere Tidehochwasser.

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„Zwei Meter wären für uns der Super-GAU“, sagte Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos). Nachdem bereits Teile des Hauptstrands oder auch im Osten der Insel durch leichte Sturmfluten am Montag abgebrochen waren, befürchtete er, dass kein Sand übrig bleiben könnte. „Dann ist nur noch Kieswerk zu sehen.“ Nach einer Besichtigung zog der Bürgermeister am Dienstag eine erste Bilanz: „Bis jetzt sind 80 Prozent von dem, was wir letztes Jahr aufgeschüttet haben, weg.“

Gute Nachrichten gibt es unterdessen für den Fährverkehr: Die Reederei Frisia teilte mit, dass die Fähren an diesem Mittwoch um 15.15 Uhr ab Norderney und um 15.30 Uhr ab Norddeich wieder fahren. Alle folgenden Abfahrten finden planmäßig statt. Auch der Fährverkehr mit Juist wird an diesem Mittwoch wieder aufgenommen – allerdings zu geänderten Abfahrtzeiten.

Wegen zu starker West-Seitenwinde und der Startbahnausrichtung konnten auch die Inselflieger weiterhin nicht von Norddeich abheben. Vom Flugplatz Harle aus flogen die zweimotorigen Maschinen dagegen planmäßig nach Wangerooge. „Bei Bedarf fliegen wir auch nach Langeoog oder Norderney“, sagte FLN-Geschäftsführer Olaf Weddermann.

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Auch auf dem Festland gab es vereinzelt noch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern. Verkehrsbeeinträchtigungen blieben weitgehend aus. Der Bahnverkehr lief wieder normal, nachdem am Sonntag und in der Nacht zum Montag der Fernverkehr deutschlandweit eingestellt worden war. Sturmbedingte Ausfälle gebe es in Niedersachsen und Bremen nicht mehr, sagte eine Bahnsprecherin am Dienstag.

Auf der Autobahn 7 in Südniedersachsen wurde in der Nacht zum Mittwoch ein Abschnitt wegen eines Böschungsrutsches durch das Sturmtief gesperrt. Über die Schäden in den Harzer Wäldern herrscht weiter Unklarheit. Viele Bereiche seien noch nicht in Augenschein genommen worden, sagte ein Sprecher der Landesforsten.

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