BREMERHAVEN/FRIESLAND - Die Spitze des neuen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Weser-Jade-Nordsee hat für Wilhelmshaven ein Ziel ausgegeben: neue Tore für die in die Jahre gekommene Seeschleuse. 'Mit Instandsetzen ist es auf Dauer nicht mehr getan', erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Rüdiger Oltmanns am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung. Behördenleiter Dr. Torsten Stengel hatte Pressevertreter nach Bremerhaven eingeladen, um das WSA vorzustellen. Anfang April wurden die WSA Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven zusammengefasst.

Nun gibt es neue Strukturen - und alte Baustellen wie die Seeschleuse. Man habe 'jeden Einsatz gebracht', um das Bauwerk rechtzeitig zum Sailing-Cup am Wochenende wieder in Betrieb nehmen zu können. 'Dieser Vorfall hat wieder gezeigt, dass wir unbedingt was machen müssen', so Oltmanns. Die Schleuse mache immer wieder Probleme. Wann eine umfassende Sanierung allerdings verwirklicht werden könne, sei völlig offen. Oltmanns: 'Das ist noch Sache der Politik.'

Konkreter sind die WSA-Angaben zu Wangerooge: Auf der Insel sollen die 2017 unterbrochenen Arbeiten am West-Deckwerk wieder aufgenommen werden. Investitionsvolumen: 15 Millionen Euro. Außerdem plant die Behörde, 2020 Weltkriegsmunition in der Außenjade zu bergen. Kosten: rund fünf Millionen Euro. Beim neuen WSA Weser-Jade-Nordsee arbeiten gut 900 Menschen an den drei gleichberechtigten Standorten Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven.