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NWZonline.de Region Friesland

RÜCKBLICK: Bürger kämpfen erfolgreich für den Wald

31.12.2008

JEVERLAND Trotz der Finanzkrise geht das Jeverland voller Optimismus ins neue Jahr. Getragen wird dieser Optimismus von Entwicklungen, die das nun endende Jahr 2008 geprägt haben: Die Airbus-Krise ist zunächst überwunden, auf dem Gelände des Jade-Weser-Ports wird fleißig gearbeitet, Infrastruktur-Projekte wie die Bahnumgehung Sande und die Ortsumgehung Schortens sind in trockenen Tüchern. In Jever nimmt das Projekt „Altstadtquartier“ trotz einiger Querschläge aus der Politik Fahrt auf, in Schortens entsteht am Autobahnkreuz das Gewerbe- und Industriegebiet „Jade-Weser-Park“, dazu kommen private Investitionen wie der Neubau der Volksbank in Heidmühle und die Produktionsstätte der Unternehmensgruppe IMV in Roffhausen. Im Wangerland verzeichnet die neue Ferienanlage in der ehemaligen Hohenkirchener Kaserne vom Start weg Rekordbuchungen. Der neue Freizeitsee wächst, die Promenadenbrücke wurde in Betrieb genommen. Auf

Wangerooge wurden das neue Servicegebäude, das Kinderspielhaus und die Mehrzweckhalle eingeweiht und Sande nimmt nun die Dorferneuerung des Kernorts in Angriff.

Die Küste ist im Kommen – und Friesland will davon profitieren. „Wir sind die Boom-Region der Zukunft“, sagt der CDU-Kreistagsabgeordnete Horst-Dieter Husemann aus Jever – und steht mit dieser selbstbewussten Einschätzung nicht alleine da.

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Die positive Entwicklung spiegelt sich in Zahlen wieder. So erreichte die Arbeitslosenquote im Oktober ein Rekordtief von 6,3 Prozent. Vor zehn Jahren lag die Arbeitslosenquote noch bei 18 Prozent. Deutliches Zeichen für den erfolgreichen Strukturwandel ist auch der Industrieumsatz: Die IHK positionierte Friesland hier im Sommer auf Platz zwei im gesamten Oldenburger Land.

Die „Personalie“ des Jahres war der Rauswurf von Wangerlands Kurdirektor Reinhard Thomssen (ovales Bild). Mitten in der Saison entzog ihm der Aufsichtsrat der Wangerland-Touristik GmbH Mitte August das Vertrauen. Die Absetzung war das Ende eines lange schwelenden Streits zwischen Bürgermeister Harald Hinrichs und Thomssen über die Finanzierung des Kurbetriebs im Wangerland.

Und noch eine prominente Wangerländerin nahm ihren Abschied – allerdings freiwillig: Die langjährige CDU-Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies trat zur Landtagswahl am 27. Januar nicht mehr an. Die neue CDU-Kandidatin Elisabeth Onken unterlag dem Herausforderer Olaf Lies von der SPD. Der Sander Sozialdemokrat gilt in Hannover bereits als neuer Hoffnungsträger der Partei.

Überschattet wurde das Jahr 2008 von mehreren tödlichen Unfällen. Gleich im Januar starben vier Menschen auf den Straßen. Am 14. Januar wurde eine 16-Jährige in Sande an der K 99 von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Am 21. Januar kam ein 20-jähriger Bundeswehrsoldat bei einer Frontalkollision auf der Umgehungsstraße von Jever ums Leben, drei Tage später starben zwei Soldaten bei einer weiteren Frontalkollision auf der B 210 zwischen Jever und Wittmund. So tragisch, wie es begonnen hatte, endete das Jahr auch: Am 5. Dezember starb ein 15-jähriger Radfahrer auf der B 210 kurz hinter Jever nach einem Zusammenstoß mit einem Auto. Wie sich später herausstellte, hatte der Jugendliche Alkohol getrunken.

Zu den Verkehrstoten kamen zwei tödliche Unfälle im Wasser. Am 24. Juli ertrank ein 42-jähriger Angler im Accumer See. Am 5. Oktober verunglückte der ehemalige Wangerländer Ratsherr Rudolf Drewinski tödlich, als er in der Nacht im Wangerooger Hafen sein Segelboot gegen den aufziehenden Sturm sichern wollte.

In Schortens zerstörte ein Großbrand am 26. Januar das Haus des querschnittsgelähmten Fechtmeisters Wilfried Lipinski. Ursache für das Feuer war Brandstiftung. Die Polizei konnte schnell einen Verdächtigen festnehmen. Der 43-jährige ehemalige Feuerwehrmann aus dem Wangerland wurde im Juli vom Landgericht Oldenburg wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Glimpflich verlief die spektakuläre Notlandung einer Cessna am 12. Juni im Watt vor Harlesiel. Der Pilot Wolfgang von Rebenstock aus Jever war mit Seehundzählern in der Luft, als plötzlich der Motor ausfiel. Von Rebenstock landete die Maschine auf einer Sandbank. Das Flugzeug musste anschließend verschrottet werden, die Insassen blieben aber unverletzt.

Im Juli stieß die Polizei auf die Spur der Mutter des Findelkinds „Johannes“, dessen Schicksal ein Jahr zuvor große Anteilnahme ausgelöst hatte. Die junge Frau aus Kenia wurde bei Ermittlungen zu einer anderen Straftat per DNA-Abgleich identifiziert. Sie hatte als Au-Pair-Mädchen in Hessen gearbeitet und den Jungen während eines Urlaubs in Schillig entbunden und an der ev. Kirche abgelegt. Im neuen Jahr wird sie sich dafür vor dem Amtsgericht Jever verantworten müssen.

Jever punktete 2008 mit publikumswirksamen Aktionen. Im April bauten viele Helfer für die „Bürgermeisterschaft“ von Hit-Radio Antenne das Schloss aus Bierkisten nach. Am 18. Oktober taufte die Bahn einen ICE in Jever auf den Namen der Marienstadt.

Aufreger des Jahres waren die Pläne der Bundeswehr, aus Sicherheitsgründen den Forst Upjever rund um die Einflugschneise des Fliegerhorsts großflächig abzuholzen. Die Bürger protestierten, der Wald wurde zum beliebten „Ausflugsziel“ für Politiker aller Parteien. Der Widerstand hat Wirkung gezeigt: Statt 30 Hektar Wald stehen inzwischen nur noch etwa 40 Birken zur Disposition.

Für Schlagzeilen sorgten auch die Bauern, die sich im Sommer im Jeverland dem Milchboykott anschlossen. Ziel war, höhere Erzeugerpreise durchzusetzen – was aber nur ansatzweise gelang.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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