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Verkehr in Schortens Warum CDU und Grüne eine Straße zur Sackgasse machen

Annette Kellin
Ohne Durchgangsverkehr wäre es hier für die Außengastronomie attraktiver: Im früheren Geschäft Hayen soll in Kürze ein neues gastronomisches Angebot, die EssCoBar, entstehen.

Ohne Durchgangsverkehr wäre es hier für die Außengastronomie attraktiver: Im früheren Geschäft Hayen soll in Kürze ein neues gastronomisches Angebot, die EssCoBar, entstehen.

Annette Kellin

Schortens - Der rege Verkehr an der oberen Menkestraße zwischen Alte Ladestraße und Oldenburger Straße ist für viele Schortenser ärgerlich. Der Bereich ist zwar kein Unfallschwerpunkt, könnte aber doch ganz anders genutzt werden, wenn die Straßen so befahren würden, wie das ursprünglich gedacht war. Die CDU-Grüne-Mehrheitsgruppe im Stadtrat will das heiße Eisen noch mal anfassen: Das Teilstück soll für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Dann sind Autofahrer gezwungen, vorwiegend die Alte Ladestraße zu nutzen, jetzt dient das Teilstück der Menkestraße als Abkürzung für die Fahrt in den Ort.

Probeweise für ein Jahr

Bereits vor einiger Zeit war das Thema in den Ratsgremien diskutiert worden. Diskutieren, um Anregungen dann im Sande verlaufen zu lassen, sei nicht mehr drin, erklärten die Sprecher Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne). „Notfalls probieren wir einfach mal was aus“, so Homfeldt.

Und das soll demnächst mit der Abbindung des oberen Teils der Menkestraße passieren. Die Straßenverkehrsbehörde soll prüfen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und von welcher Seite ein Einfahren in die Straße am besten funktioniert.

Das Teilstück wird dann – zum Beispiel durch Poller – als Sackgasse gestaltet. „Wir wollen ein Jahr lang beobachten, wie das läuft, dann wissen wir, worüber wir reden und treffen eine Entscheidung.“ Die schwarz-grüne Mehrheit verspricht sich davon ganz neue Verkehrsflüsse und eine enorme Verkehrsberuhigung für das Teilstück.


Auf diesem könnten dann auch Außenplätze für die Gastronomie attraktiver werden. Schon jetzt hat ein Bäcker hier Sitzgelegenheiten auf dem Gehweg und in Kürze soll die EssCoBar im früheren Geschäft von Hayen eröffnen. Schortens attraktiver gestalten und den Haushalt in den Griff bekommen, das sei das erklärte Ziel der Mehrheitsgruppe, betonten beide Sprecher.

Die Geldsorgen

Ein Schritt zum gesunden Haushalt soll die Rückführung der Kinderbetreuung in die Verantwortung des Landkreises sein. Auch wenn Schortens nun 1,4 Millionen anteilig für dieses Jahr für die Kinderbetreuung ausgeben müsse, so sei damit nun endlich erreicht, dass die Stadt tatsächlich nur 50 Prozent der Kosten trage müsse und nicht mehr, wie das in den vergangenen Jahren üblich gewesen sei, sagte Homfeldt. Das neue Kita-Gesetz hätte die Stadt zudem personell vor unlösbare Probleme gestellt, mutmaßte Ottens. In der Gebäudefrage gebe es noch kein abschließendes Ergebnis, aber „es zeichnet sich ab, dass wir ein für beide Seiten gewinnbringende Lösung finden werden“, erklärte Homfeldt.

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