Sande - 1361-mal ist „Christoph 26“ im vergangenen Jahr zu Einsätzen in die Luft gegangen: Der eigentlich am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch stationierte ADAC-Rettungshubschrauber startete im vergangenen Jahr vom Interimsquartier auf dem Jade-Weser-Airport in Mariensiel. Der Grund: die Luftrettungsstation in Sanderbusch wird modernisiert.

Der Hangar von Christoph 26, Sanderbusch, wird modernisiert.

Der Hangar von Christoph 26, Sanderbusch, wird modernisiert.

Bis zum Sommer werden die Umbaumaßnahmen voraussichtlich abgeschlossen sein, kündigt ADAC-Sprecher Nils Linge an. „Um langfristig beste Versorgungsqualität zu gewährleisten, baut die ADAC Luftrettung momentan eine neue Station nach modernsten Standards und Anforderungen. Sie wird ausreichend Fläche auf zwei Etagen für Rettungsmaterial, Technik und die Crews bieten.“ Der Hangar ist direkt ans Stationsgebäude angegliedert, so dass die Luftretter wertvolle Zeit auf dem Weg zum Patienten gewinnen. Zudem wird das Vorfeld, auf dem „Christoph 26“ startet und landet, vollständig erneuert.

Insgesamt rückte „Christoph 26“ 2021 öfter aus als im Jahr zuvor – eine Steigerung von 7,2 Prozent zum Vorjahr (2020: 1269 Einsätze). Häufiges Ziel der Rettungsflüge waren die Ostfriesischem Inseln. Der Einsatzradius des Helikopters beträgt rund 70 Kilometer – die Rettungskräfte fliegen auch zu noch weiter entfernten Einsatzorten wie Juist oder sogar Helgoland.

„Christoph 26“ flog zu 32 Prozent zu Unfallverletzungen, davon waren 8 Prozent Verkehrsunfälle. In 24 Prozent der Fälle waren es Notfälle des Herz/Kreislauf-Systems und 18 Prozent Neurologische Notfälle. Bei 5 Prozent handelt es sich um Notfälle des Atmungssystems.