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nordwest-zeitung

Neues LF 10/10 für Cleverns’ Wehr Dieses Fahrzeug ist eine Granate

Dietmar Reck

Cleverns/Giengen - „So könnte Ihr Fahrzeug aussehen“: Thomas Kratzer zeigt in der Endmontage der Feuerwehrgerätefabrik Ziegler in Giengen/Brenz auf ein Löschfahrzeug. Doch Cleverns’ Ortsbrandmeister Bernd Eggers hatte an der Fertigungsnummer längst erkannt: „Das ist ja unser Fahrzeug.“

Und dann wurde es ihm und seinem Stellvertreter Erik Reck ein wenig warm ums Herz und die Begeisterung wuchs zum Ausspruch: „Das ist ja eine Granate!“ Weil die Rohbauabnahme in Coronazeiten nicht möglich war, checkten die beiden das Fahrzeug, ein LF 10/10 allein auf Mängel – und fanden so gut wie keine. Auch einige Änderungen in der Beladung konnten noch im Innenausbau berücksichtigt werden.

Mitte Januar fertig

Der Abschluss des Innenausbaus, Beschriftung, Beklebung und die Ablieferungsinspektion in der Niederlassung des Fahrgestellherstellers MAN folgen in den nächsten Wochen. Spätestens Mitte Januar 2021 kann die Freiwillige Feuerwehr Cleverns ihr neues Fahrzeug dann abholen und nach Hause bringen. Wegen Corona dürfen nur vier Feuerwehrleute an der Übergabe im Werk teilnehmen, eine Werksbesichtigung findet nur bedingt statt.

Das Clevernser LF 10/10

Die Abkürzung LF 10/10 steht für die Leistung der Pumpe, die 1000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar pumpt. Die Clevernser Pumpe kann sogar 2400 Liter Wasser fördern.

Die zweite Zahl steht für die Menge des Löschwassers an Bord. Das Clevernser Fahrzeug hat dank Raum- und Gewichtsreserven statt 1000 Litern einen 2000 Liter fassenden Wassertank. Im Mannschaftsraum sind 4 Halterungen für Atemschutzgeräte eingebaut. Für den Schaumschnellangriff ist ein Schaummitteltank mit 120 Litern eingebaut.

Das neue Fahrzeug, das das LF 8 von 1993 ersetzt, kostet rund 290 000 Euro.

„Wie gern hätten wir wie bislang üblich, recht viele Mitglieder unserer Wehr zur Abholung mitgenommen“, bedauern Eggers und Reck.

Das Neufahrzeug ist auf einem MAN-Allrad Fahrgestell aufgebaut. Es ersetzt das LF 8 mit Frontpumpe und eingeschobener Tragkraftspritze im Heck, Baujahr 1993.

„Bei der Wahl für das Fabrikat haben wir uns wie beim Tanklöschfahrzeug für Ziegler entschieden. Es ist vor allem der variable Inneneinbau, der durch seine ausgefeilte Technologie einen zusätzlichen Raumvorteil von ca. 1,2 Kubikmetern Stauraum schafft“, begründen die Clevernser ihre Entscheidung. Der horizontal und vertikal verstellbare variable Inneneinbau ermöglicht es, ohne Sägen und Flexen jederzeit Beladungsgeräte-Anpassungen durchzuführen.


Platz für neun Kräfte

Futuristisch mutet der Fahrer-/Mannschaftsraum für neun Personen an, der sich äußerlich von dem bisherigen Fahrzeug abhebt. Das Neufahrzeug hat im Heck ein Verladesystem für 320 Meter Schläuche, die bei langsamer Fahrt zur Wasserförderung über lange Wege ausgelegt werden. Ein Novum ist die in einem Tiefzug gelagerte Tragkraftspritze, die ohne hydraulische Hilfsmittel entnehmbar ist und einen zusätzlichen Raumgewinn bringt.

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