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NWZonline.de Region Friesland

Damit in Zukunft Flächen für Insekten entstehen

02.03.2019

Cleverns Eine blühende Idee haben Birgit Luiken und Gustav Zielke in Cleverns angestoßen: Sie wollen Blühflächen und -Streifen in Cleverns errichten, und alle Bürger können und sollen sich daran beteiligen. Unter dem Motto „Bürger in Cleverns-Sandel fördern Schmetterlinge, Bienen und Co“ haben sie am Donnerstagabend im Dorftreff Dorfkrug Cleverns dafür geworben.

Tipps & Treffen

Tipps, wie eine Wildblumenwiese angelegt wird, gab der Garten- und Landschaftsbauer Bernd Bakker aus Westerstede. Er erklärte die Bodenvorbereitung und Einsaat der Blühmischungen die für eine Blühfläche nur ein bis vier Gramm auf den Quadratmeter beträgt. Das Saatgut wird mit Sand gestreckt, um es dann leichter auszusäen. Da der komplette Blumenbestand sich allerdings erst nach rund zwei Jahren voll entwickelt, raten die Experten, zusätzlich Samen einjähriger Arten, wie Klatschmohn, Kornrade, Wicken, Kamille und Nelkenleimkraut einzusäen, die bereits im Sommer bewundert werden können. „Die pflegeleichte Wiese muß nur zwei Mal im Jahr gemäht werden“, so Bakker.

Das nächste Treffen ist am 14. März um 19.30 Uhr im Dorftreff, wo das weitere Vorgehen besprochen werden soll und noch Fördermaßnahmen beantragt werden können.

Mit im Boot: die Dorfgemeinschaft Cleverns, die die Umwelt-Enthusiasten unterstützt. Auch zahlreiche Einwohner aus der Altgemeinde Cleverns-Sandel waren gekommen, um sich über das Programm „Bienen- und Insektenweide“ zu informieren. Zudem füllten sie einen Antrag zur Förderung einer Maßnahme aus.

Alle Berichte zur großen Insektenjahr-Aktion der NWZ hier im Spezial

Die Bedrohung der Insekten- und Tierwelt ist menschengemacht, berichtete Birgit Luiken und hatte auf der Leinwand das Rezept zur Anlage von Insektenfreundlichen Flächen eingeblendet. „Wir verwandeln unsere Gärten in Steinwüsten oder legen eine grüne Ödnis aus Rasen und Thujahecken an, flurbereinigen Feldgehölze und pflügen Ackerrandstreifen“, sagte Birgit Luiken. „Blütenreiche Wiesen düngen und mähen wir, bis sich außer Löwenzahn und Gänseblümchen nichts mehr aus dem Boden wagt. Daneben überziehen wir unser Land großflächig mit Straßen, Parkplätzen, Gewerbe- und Neubaugebieten“, so Luiken. An dieser Entwicklung ändere auch ein Verbot von Pestiziden nichts.

Mit dem Anlegen von Blühflächen sollen die Menschen gegen diesen Lebensraum-Vernichtungstrend für die Umwelt sensibilisiert werden, sagte Ina Rosemeyer, Leiterin des Regionalen Umweltzentrums Schortens, die Donnerstag ebenfalls da war.

An dem Projekt Bienenweide können alle Bürgerinnen und Bürger, die über Grünflächen in Privatgärten oder über Wiesenflächen verfügen, aber auch Unternehmen und Einrichtungen teilnehmen, berichtete sie aus ihren Erfahrungen mit der „Bienengemeinde Sande“.

Gustav Zielke lobte die Initiative des Realverbandes, der im vergangenen Jahr an der Schenumer Straße eine farbenfrohe insektenfreundliche Fläche eingesät hatte. „Wir haben für Cleverns-Sandel Verbindung zur ,Stiftung Kulturlandpflege‘ aufgenommen, mit dessen Förderprogramm eine kostengünstige Einsaat der Flächen möglich ist“, berichtete Zielke. Es gelte also keine Ausrede, nicht mitzumachen, fügte Birgit Luiken hinzu: Die notwendige Samenmischung gebe es kostenlos.

„Wir müssen noch weiterdenken und nicht nur Wildblumen, sondern auch Blühsträucher anpflanzen“, sagte Folkert Rieniets von der Jagdgenossenschaft, die sich ebenfalls an dem Programm beteiligen will. Die Jägerschaft aus der Altgemeinde habe schon die Biodiversität mit Anpflanzungen im Revier unterstützt, ergänzte Meye Janssen.

Die Stadt Jever, die auch für dieses Projekt gewonnen werden soll, könnte sich mit der Brachfläche an der Südseite der Grundschule, wo ein Insektenhaus steht, beteiligen. Positiv wurde in der Zusammenkunft die ökologische Bepflanzung des Walls neben der Schule in Cleverrns aufgenommen. Vorsitzender Bernd Melchers will auch die Mitglieder im Ortslandvolkverein zur Teilnahme auffordern.

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