Dangast - War es das Wetter? War es die Angst vor Corona? Oder waren es die umfangreichen Regeln zum Betreten des Quellbads? Der Neustart nach der Coronapause in Dangast verlief sehr verhalten. Lange Schlangen vor der Kasse bildeten sich nicht. Die Höchstzahl der gleichzeitig im Bad befindlichen Besucher betrug am Samstag 34, so konnten die Sicherheitsvorschriften problemlos eingehalten werden.

Am Sonntag zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Deshalb wurde per Internet mitgeteilt: „Da der Ansturm nicht wie erwartet eingetreten ist, können wir heute alle Personen (bis zur maximal Anzahl) rein lassen!“ Der Aufruf blieb indes ungehört, denn im Schnitt waren am Sonntag nur rund 20 Besucher gleichzeitig im Bad.

Der erste Gast nach der Corona-Pause war Manfred Martens: „Endlich geht es wieder los“, sagte er. Schon zehn Minuten vor der Öffnung stand er an der Kasse und hatte so etwas Zeit, um zu Plaudern. Martens ist langjähriger Stammschwimmer und komme eigentlich viermal in der Woche nach Dangast. Im Winter ziehe er seinen Bahnen im Hallenbad, aber das Quellbad gefalle ihm besser. „Das tolle Wasser hier ist einmalig“, begründet Manfred Martens.

Als Heike Mending ihre Kasse öffnete, wies er anhand seines Ausweises nach, dass er Vareler ist. Und so wurde ihm Einlass gewährt. Denn zurzeit dürfen nur Vareler Bürger sowie Gäste, die eine Varel-Dangast-Card oder Kurkarte vorzeigen können, das Bad nutzen. Eine Dokumentationspflicht der persönlichen Daten besteht dagegen nicht mehr.

Eine Weile später trat eine Frau aus Rastede an die Kasse und wurde freundlich begrüßt. „Wir kennen uns“, meinte die Kassiererin. Die Besucherin komme schon seit über 20 Jahren nach Dangast zum Schwimmen. Trotzdem durfte sie nur ins Bad, weil sie eine Varel-Dangast-Card vorweisen konnte.


Auch wenn der große Besucheransturm ausblieb: Die Mitarbeiter des Quellbades und der Kurverwaltung waren auf viele Schwimmer eingestellt. Sie hatten begegnungsarme Laufwege markiert und waren mit zusätzlichem Personal im Einsatz.