Sande - Die „Hinkelsteine“ nehmen Maß, dann wird geworfen. Und zwar nicht mit schweren Steinen, sondern mit kurzen runden Hölzern. Damit müssen sie kurze eckige Hölzer treffen und umwerfen, die so genannten Kubbs, die dem Spiel den Namen geben. Die „Hinkelsteine“ schlagen sich gut, auch wenn es am Ende nicht zum Turniersieg reichen wird.

Die „Hinkelsteine“, das sind Bärbel und Heiko Hinrichs, Maik Packebusch, Gaby und Wolfgang Langer und Gudrun Franke aus Schortens. Sie waren am Sonntag neben 23 weiteren Teams zum ersten Wikinger-Turnier im Kubb angetreten, das der Rotary-Club Jever-Jeverland bei der Paddel- und Pedalstation austrug. Der Erlös aus Startgebühren und von den Verzehrständen fließt einem Präventionsprojekt gegen Cybermobbing zu.

Die Idee zum Turnier hatten Andreas Baumgart und Hajo Hasbargen. Kubb, auch bekannt als Wikinger-Schach, kommt aus dem skandinavischen Raum. Das Spiel eigene sich hervorragend für ein Turnier, denn die Regeln seien einfach und alle Generationen können sich beteiligen, so Baumgart. Er freute sich über die gute Resonanz, das Turnier war seit Wochen ausgebucht. „Alle haben hier viel Spaß und etliche sind sogar in Verkleidung als Wikinger dabei.“ Unter den Teilnehmern war auch der Europameister, eine dreiköpfige Gruppe aus Wismar. Von deren Leistung war auch Baumgart beeindruckt. Während für alle Teams ein Zeitlimit von 30 Minuten galt, schafften es die Wismarer einen ihrer Gegner in nur sechs Minuten zu schlagen.

Das Gelände bei der Paddel- und Pedalstation sei ideal für solche Veranstaltungen, so Baumgart. Allerdings störte hier und da ein Regenschauer. Das unbeständige Wetter habe sicher auch Ausflügler zu Hause gehalten, mutmaßte er, denn das Turnier hätte mehr Publikum gut vertragen.