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Defibrillator am Feuerwehrhaus Cleverns Hier wird auf „Herzsicherheit“ gesetzt

<p>Freuen sich über den neuen Defibrillator bei der Feuerwehr Cleverns: (von links): Phillipp Köhler, Ortsbrandmeister Feuerwehr Cleverns, Olaf Fianke, Vorsitzender Aktion gegen Herzflimmern e.V., und  Karsten Feigenbutz, Vorsitzender Förderverein</p>

Freuen sich über den neuen Defibrillator bei der Feuerwehr Cleverns: (von links): Phillipp Köhler, Ortsbrandmeister Feuerwehr Cleverns, Olaf Fianke, Vorsitzender Aktion gegen Herzflimmern e.V., und Karsten Feigenbutz, Vorsitzender Förderverein

Feuerwehr Cleverns

Cleverns - In der Ortsmitte von Cleverns ist man jetzt „herzsicher“, sollte das Herz einmal aus dem Takt geraten. Durch die Kooperation zwischen dem Verein „Aktion gegen Herzflimmern“ und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Cleverns wurde jetzt ein öffentlicher Defibrillator am Feuerwehrgebäude installiert. Und die Anschaffung ist wichtig. Denn: Beherzte Ersthelfer, die im Ernstfall schnell eine Wiederbelebung versuchen bis der Notarzt eintrifft, steigern die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich.

Paten gesucht

Die Kosten für die Installation des Schranks in dem sich der Defibrillator befindet sowie für die Technik zur Überwachung wurden vom Förderverein der Feuerwehr getragen. Dieser trägt auch die laufenden Kosten. Gesucht werden ein oder mehrere Paten, um die laufenden Kosten zu decken.

Der Förderverein plant weiterhin, die Fahrzeuge der Feuerwehr auszustatten, um die Feuerwehrleute zu schützen und Erste Hilfe leisten zu können. Eine Unterstützung ist durch einmalige Spenden oder eine Fördermitgliedschaft ab 24 Euro jährlich möglich. Weitere Informationen gibt es direkt bei der Feuerwehr Cleverns oder unter www.feuerwehr-cleverns.de .

Überlebenschance steigt

Ein Defibrillator ist ein kleines tragbares Gerät, mit dem auch Laien schnell und einfach umgehen können. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen am so genannten „unvermittelten Herztod“. Dies geschieht oft, weil ihnen nicht oder zu spät geholfen wird. Durch die sofortige Hilfe, auch von Laien, erhöht sich die Überlebenschance auf rund 50 Prozent, teilt die Feuerwehr Cleverns mit. Neben der Herzdruckmassage kommt hier der automatische externe Defibrillator, zum Einsatz. „Ohne diese Maßnahmen sinkt die Überlebenschance hingegen mit jeder Minute um weitere zehn Prozent“, weiß Olaf Fianke vom Verein „Aktion gegen Herzflimmern aus Varel“, der das Gerät zur Verfügung gestellt hat.

Der neue Defibrillator am Feuerwehrhaus Cleverns Feuerwehr Cleverns

Der neue Defibrillator am Feuerwehrhaus Cleverns Feuerwehr Cleverns

Der Defibrillator kann das aus dem Takt geratene Herz mittels Stromimpulsen wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die Entscheidung, ob dies notwendig ist, trifft das Gerät automatisch. Durch laute Sprachansagen wird der Ersthelfer vom Gerät selbst schrittweise angeleitet. Der Ersthelfer legt den Oberkörper des Betroffenen frei, beginnt mit der Herzdruckmassage und klebt zwei vorbereitete Elektroden auf. Hilfestellung bei der Wiederbelebung erhalten Ersthelfer auch, wenn sie den Notruf absetzen. Auch hier konnten schon Leben am Telefon gerettet werden.

Der Schrank, in dem sich der Defibrillator befindet, ist klimatisiert und kann jederzeit über einen Nottaster, ähnlich einem Feuermelder, entriegelt werden. Den Standort des nächsten Defibrillators erfährt man auch aus verschiedenen kostenfreien Handyapps, wie zum Beispiel „Defikataster“ oder „Staying Alive“.

Rund 2500 Euro

Die Feuerwehr Cleverns verfügt bereits seit vielen Jahren über einen Defibrillator, der bisher im Gebäude untergebracht und damit nicht für die Allgemeinheit nutzbar war. Anlass war seinerzeit der Herzinfarkt eines Feuerwehrangehörigen bei einem Einsatz. Auch das alte Gerät wurde schon von der „Aktion gegen Herzflimmern“ zur Verfügung gestellt. Es wurde durch einen moderneren Defibrillator ersetzt und befindet sich jetzt an der Fassade des Feuerwehrgerätehauses. Die Kosten für die Gebäudetechnik und die Überwachungsanlage wurden vom Förderverein der Feuerwehr übernommen. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf rund 2500 Euro. Karsten Feigenbutz, Initiator der Aktion und Vorsitzender des Fördervereins, hofft, dass auch weitere Gebäude in Jever und Umgebung so ausgerüstet werden. Die Geräte müssen öffentlich erkennbar und öffentlich zugänglich angebracht werden – denn nur so sind sie im Notfall schnell verfügbar.

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