Roffhausen/Middelsfähr - Die Bürgerbegegnungsstätte Roffhausen soll bis zum Jahresende wieder frei sein und steht dann den Vereinen in Middelsfähr und Roffhausen wieder zur Verfügung. Das hat Heiko Klein, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Ordnung der Stadtverwaltung, jetzt im Fachausschuss bekräftigt.
Derzeit leben in „der BBS“ noch neun Geflüchtete. Sie sollen in die benachbarte ehemalige Heinz-Neukäter-Schule umziehen, die ebenfalls als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wird. Anschließend werden die Wohnkabinen in der Bürgerbegegnungsstätte wieder abgebaut und die Räumlichkeiten für die Vereine hergerichtet.
Platz für 100 Bewohner
Die BBS wurde vor rund zwei Jahren in eine Gemeinschaftsunterkunft mit Platz für 26 Bewohner umgebaut. Die Vereine haben dafür viel Verständnis gezeigt, aber vor einigen Monaten doch den Wunsch geäußert, die BBS wieder nutzen zu können. Die Politik folgte diesem Ansinnen, und Bürgermeister Gerhard Böhling hat vor einigen Wochen, bei einer Versammlung zur Entwicklung der beiden Ortsteile, zugesagt, dass die BBS wieder geräumt wird.
In der Neukäter-Schule gibt es Platz für 100 Bewohner. Rund die Hälfte der Plätze ist derzeit belegt. Die Zahl der Plätze kann nach Kleins Worten auf 126 aufgestockt werden, zumal die Entwicklung der Flüchtlingszahlen schwer vorherzusagen ist.
Seit Februar 2022, dem Beginn des Krieges in der Ukraine, hat Schortens insgesamt 648 Geflüchtete aufgenommen. Der größte Teil stamme aus der Ukraine, aber auch Menschen aus der Türkei, Nordafrika, Syrien und Afghanistan seien darunter, sagte Klein. Vor Kurzem habe das Land der Stadt eine Aufnahmequote von weiteren 35 Menschen bis September genannt. Eventuell könnten es auch mehr werden.
Wohnungssuche schwierig
Den größten Teil der Geflüchteten konnte die Stadt in Wohnungen unterbringen. Klein macht kein Hehl daraus, dass sich die Wohnungssuche schwierig gestaltet.
Dank und Respekt spricht er dem Bürgerverein Middelsfähr-Roffhausen und dem Schützenverein Roffhausen für ihre Unterstützung aus. Um die Integration der Geflüchteten voranzubringen, ist jetzt in Absprache mit dem Bürgerverein für Samstag, 15. Juni, ein Sommerfest geplant. Außerdem soll eine Fahrrad-Verleihstation mit 25 wieder hergerichteten Fundfahrrädern für die Menschen in der Unterkunft eingerichtet werden.
Die beiden Unterkünfte werden im Auftrag der Stadt von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben. Schortens stellt für die Betreuung der Menschen zwei Sozialarbeiter und auch der Pferdestall mit seinen Angeboten wie dem Integrationscafé ist eingebunden.
