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50 Jahre DLRG Wangerland Auf Tauchstation mit den Wasserrettern

Die DLRG Ortsgruppe Wangerland feierte ihr Jubiläum jetzt mit einem großen Schwimmbadfest in Hooksiel. Insgesamt zählt die Ortsgruppe fast 600 Mitglieder und ist damit die größte im DLRG-Bezirk Oldenburg-Nord.

Die DLRG Ortsgruppe Wangerland feierte ihr Jubiläum jetzt mit einem großen Schwimmbadfest in Hooksiel. Insgesamt zählt die Ortsgruppe fast 600 Mitglieder und ist damit die größte im DLRG-Bezirk Oldenburg-Nord.

Oliver Braun

Hooksiel - Wie entstehen eigentlich die Wellen im Hallenwellenbad Hooksiel? Und wie kommt überhaupt das Meerwasser ins Bad? Und weshalb schimmert das Wasser so grün? Die DLRG-Ortsgruppe Wangerland und das Hallenwellenbad Hooksiel haben am Samstag gemeinsame Sache gemacht. Die Wasserretter haben ihr 50-jähriges Bestehen als Ortsgruppe Wangerland mit einem großen Schwimmbadfest und Aktionen auf und unter Wasser gefeiert; und das Team vom Hallenbad hat sich „als Generalprobe“ für das 40-jährige Bestehen des Bades im Juni nächsten Jahres mit weiteren Aktionen eingeklinkt ins Programm. Unter anderem haben stv. Bäderleiterin Heike Kohl und Schwimmmeister Ralf Kröner allen Technikinteressierten bei Führungen durch den Keller in die großen Fragen und Geheimnisse des Hallenbades eingeweiht. Zum Beispiel, dass für die Wellen das Wasser über Druckluft quasi „in den Keller fällt“ und über Druckluft aus dem großen Aufstauraum auch wieder zurück nach oben gelangt. 435 Kubikmeter Wasser in zwei Minuten werden auf diese Weise bewegt, schilderte Kröner.

Tauchen, spielen, retten

Die DLRG hingegen freute sich über das große Interesse an ihrer Arbeit. Viel Andrang herrschte beim Schnuppertauchen mit Tauchmaske und Schnorchel, mit Atemregler und Pressluft-Flasche auf dem Rücken. „Es ist echt anstregend, das hätte ich nicht gedacht“, sagt Karen Hesse aus Jever, die an der Seite von DLRG-Rettungstaucherin Silke Denker auf Tauchstaion ging – einmal durchs ganze Becken und wieder zurück. Ihre Söhne sind Mitglieder bei der DLRG Wangerland, sagt Karen Hesse. „Ich wollte auch mal wissen, wie sich das anfühlt mit Tauchausrüstung. Es ist sehr beengt...“ Ganz anders Ehemann Stefan Hesse, der ebenfalls die Gelegenheit nutzte, erstmals mit professioneller Ausrüstung kurz abzutauchen. „Ich bin begeistert, daran könnte ich mich gewöhnen...“

Doch nicht nur das Schnuppertauchen war gefragt – die DLRG nutzte die große Bühne im Hallenwellenbad auch für Vorführungen der Wasserrettung. Gefragt waren natürlich auch das Aqua Jogging und die quietschbunten Wasserspielutensilien des Spielmobils aus Varel, sagt DLRG-Ausbildungsleiterin Marina Schmöckel. Für Stärkung nach und zwischen den Aktionen im Wasser war auch gesorgt: Hinter dem Bad war eine große Caféteria aufgebaut und wurde gegrillt. Dort stellten sich auch der Katastrophenschutz, die Ortsjugend und die Ausbildungsabteilung vor.

Fast 600 Mitglieder

Die DLRG-Ortgruppe Wangerland entstand im Januar 1972 aus dem Zusammenschluss der beiden Stützpunkte Hooksiel und Horumersiel-Schillig, sagt Marina Schmöckel. Mit fast 600 Mitgliedern stellt das Wangerland die größte Ortsgruppe im DLRG-Bezirk Oldenburg-Nord. Trainingsort der Wasserretter ist das Hallenwellenbad Hooksiel. Die Schwimmausbildung von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen sowie die Wasserrettung an der Küste sind die Hauptaufgaben der DLRG Wangerland. Tatsächlich haben sie im vergangenen Jahr mehrere Menschen, die die Gefahren der Gezeiten unterschätzt haben, aus dem Wasser gerettet - darunter auch eine Frau mit drei Kindern. Auch Hunde und in diesem Jahr sogar ein Pferd wurden vor dem Ertrinkungstod bewahrt.

Nach dem Schwimmbadfest sind die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr der DLRG Wangerland noch nicht vorbei: Am 5. November feiert die DLRG einen Galaabend im Haus des Gastes in Horumersiel.


Übrigens: Das Wasser für das Hallenwellenbad kommt direkt aus der Nordsee. Im Gebäude am Strand steht eine Pumpstation, vor dort führt eine 800 Meter lange Pipeline ins Meer. In der Punpstation wird das Wasser mit zwei Seewasserpumpen mit Vakuum ins Hallenbad gepumpt. Vom frischen Seewasser stammt auch der Grünstich.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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