Cäciliengroden/Mariensiel - Nachdem der Beschluss gefallen ist, das Dorfgemeinschaftshaus in Cäciliengroden zu erhalten und die Gemeinde dafür Geld in die Hand nehmen muss, um zum Beispiel dringend nötige Brandschutzmaßnahmen vorzunehmen, regt sich andernorts Unmut: Im Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus am Dienstag erklärte Detlev Hoppe vom Bürgerverein Mariensiel einmal mehr, in diesem Sander Ortsteil erwarte man ebenfalls Unterstützung aus öffentlicher Hand.

Cäciliengroden erhalte ein „Luxusmodell“, die Gemeinde regele und zahle dort alles, so Hoppe. „Auch wir aus Mariensiel zahlen mit unseren Steuern dafür, dass das in Cäci möglich ist“, sagte er. In Mariensiel hingegen zahle man sogar Grundsteuern für das Areal, auf dem der dortige Bürgertreff steht.

Hoppe forderte Gleichbehandlung und äußerste die Befürchtung, dass sich bei den anstehenden Vorstandswahlen des Bürgervereins niemand finden werde, der sich um die Bewirtschaftung des Bürgertreffs kümmern wolle. Damit würde der Verein auseinander fallen und der Treffpunkt für den Ortsteil werde dann an die Gemeinde zurückgegeben.

Das Dorfgemeinschaftshaus hat einen Saal mit Platz für 100 Personen bei Tanzveranstaltungen, für bis zu 150 Personen bei Vorträgen. Für die Nutzung muss gezahlt werden, die Pauschalen erhöhen sich zum 1. Januar.

Das Dorfgemeinschaftshaus hat einen Saal mit Platz für 100 Personen bei Tanzveranstaltungen, für bis zu 150 Personen bei Vorträgen. Für die Nutzung muss gezahlt werden, die Pauschalen erhöhen sich zum 1. Januar.

„Wir wollen solche Quartiersangebote erhalten“, erklärte Nikolai Dumke (Bürger für Sande), der in dem Zusammenhang auch von einer „Neid-Debatte“ sprach. Zu gegebener Zeit werde man im Rat diskutieren, wie man Mariensiel unterstützen könne. Bürgermeister Stephan Eiklenborg sah hier allerdings keinen Neid: „Der Bürgerverein fürchtet um seinen Erhalt, das ist völlig verständlich.“

Für das Dorfgemeinschaftshaus in Cäci wurde die Nutzungsordnung den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die bisher geltende Satzung ist bereits 15 Jahre alt und bezog unter anderem auch das DGH in Neustadtgödens noch mit ein, das mittlerweile längst zur Kindertagesstätte umgebaut worden ist.

Im Wesentlichen regelt die Satzung, dass örtliche Vereine im DGH unentgeltlich Versammlungen abhalten können, sofern keine Einnahmen erzielt werden. Auswärtige Vereine müssen hingegen immer zahlen.


Weiterhin wurde die Entgeltordnung für das DGH und das Rathaus beraten, hier war nach zwölf Jahren eine Gebührenanpassung überfällig. Parteiübergreifend war man sich einig, dass hier kräftig zugelegt werden muss. Für den Saal im DGH müssen zukünftig 250 Euro (statt 160) gezahlt werden, ein Gruppenraum kostet 50 Euro (statt 20). Die Nutzung des Rathauses ist für private Zwecke völlig untersagt, bei gewerblichen Veranstaltungen wird individuell entschieden.