Cäciliengroden - Nach dem Stimmungsbild in den Fachausschüssen war das vorauszusehen: Der Gemeinderat in Sande hat sich – fast – einstimmig für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses in Cäciliengroden (DGH) ausgesprochen. Im Publikum saßen etliche Interessierte, die die abschließenden Erläuterungen aufmerksam verfolgten.
Unter den Ratsleuten waren sich alle einig, die einzige Gegenstimme kam von Bürgermeister Stephan Eiklenborg. Der machte keinen Hehl daraus, dass der Erhalt des DGH seiner Meinung nach zu kostspielig sei. Gleichwohl sei es natürlich wünschenswert, dass in jedem Sander Ortsteil ein Haus vorhanden sei, das Veranstaltungen und Treffen ermögliche, zumal nicht überall Gaststätten vorhanden seien.
Eiklenborg für zentrale Lösung
Bei der desolaten Haushaltslage käme das aber zurzeit für ihn nicht in Frage. Er halte einen zentral in Sande gelegenen Versammlungsort für die bessere Lösung, erklärte Eiklenborg. Die Gemeinde nutzt seit einiger Zeit das Gemeindehaus an der Hauptstraße gemeinsam mit der Kirchengemeinde.
Anke Heitmann (Bürger für Sande) argumentierte, man solle das letzte in Gemeindehand liegende Haus nicht aufgeben. Das DGH habe sich gerade in jüngster Zeit vielfach als hilfreich erwiesen, zum Beispiel als Ausweichraum für Gymnastikgruppen, die die Klaus-Bünting-Halle nicht nutzen konnten, da diese für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet wurde.
Viele Ideen – aber Sponsoren fehlen
Darüber hinaus gebe es vielfältige Ideen zur noch intensiveren Nutzung. „Uns fehlen aber leider noch Sponsoren“, sagte Heitmann. Madeleine Zaage (Grüne) erklärte, ein Treffpunkt in jedem Ortsteil gehöre zur Daseinsvorsorge. So solle gewährleistet werden, dass sich das Dorfleben weiter entwickeln könne.
Aus dem Publikum waren in der Einwohnerfragestunde bereits die Schwierigkeiten der Häuser in Mariensiel und Neustadtgödens angesprochen worden, die in Eigenregie durch Bürgerverein und Heimatverein geführt werden. Auch diese Häuser werde man in Kürze genau anschauen, sagte Achim Rutz (SPD) zu.
