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Renaturierung in Zetel In den Driefeler Wiesen entstehen Feuchtbiotope

Dr. Ilka Strubelt und Thomas Linß  von der Naturschutzstiftung begleiten die Baggerarbeiten in den Driefeler Wiesen.

Dr. Ilka Strubelt und Thomas Linß von der Naturschutzstiftung begleiten die Baggerarbeiten in den Driefeler Wiesen.

Driefel - Im Naturschutzgebiet Driefeler Wiesen zwischen Zetel und Steinhausen tut sich etwas: Bagger und Schlepper modellieren die Landschaft und verlagern Erde. Thomas Linß von der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven (FWW) steht in Gummistiefeln in den Driefeler Wiesen im Wasser und erklärt die Erdarbeiten vor Ort: „Die Driefeler Wiesen sind ein Naturschutzgebiet, in dem eine naturnahe Kulturlandschaft geschützt werden soll, welche insbesondere auch durch ein Mosaik verschiedener feuchter Lebensräume geprägt ist. Das Ziel der Maßnahmen ist eine Vergrößerung und Verbesserung von derlei Lebensräumen in diesem von Grünlandnutzung geprägten Gebiet.“

Mehr Wasser

Viele Arten, die auf Feuchtlebensräume angewiesen sind, sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, sagt Linß. Durch die Maßnahmen soll insbesondere die Ansiedlung von Libellen, Amphibien und verschiedenen Vogelarten wie etwa der Bekassine in diesem Gebiet noch besser gefördert werden.

Linß betreut für die Stiftung das Projekt Schaufenster Biodiversität. Die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven haben die Naturschutzstiftung zentral mit der Förderung der Biodiversität beauftragt und stellen dafür jährlich Gelder zur Verfügung. Das Projekt wird zusätzlich gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung sowie durch die Barthel-Stiftung aus Varel.

Im Gewässerdreieck Zeteler Tief/Woppenkamper Bäke im Naturschutzgebiet Driefeler Wiesen wurden in den vergangenen Wochen mit dem Bagger bestehende Gewässerstrukturen sanft erweitert und neue geschaffen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Uferbereiche möglichst flach verlaufen, damit die Zugänge unter anderem für Amphibien erleichtert werden und sich eine spezielle Vegetation entwickeln kann. Der Einbau regulierbarer Grabenstaue stellt zudem sicher, dass sich auf der gesamten Maßnahmenfläche höhere Wasserstände etablieren können. Die Maßnahme wird durch eine Kartierung der Tierwelt (Amphibien, Libellen, Vögel) begleitet, um die Auswirkungen und den Erfolg dokumentieren zu können.

Biologische Vielfalt

„Ziel des Projektes ist die Förderung der biologischen Vielfalt in unserer Stiftungsregion. Wir arbeiten in verschieden Ökosystemen und mit verschiedenen Zielarten – das geht von Fledermäusen über Amphibien bis hin zu Insekten und von Gewässern über Grünland bis hin zu Wald“, so Dr. Ilka Strubelt, Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung.


Die Stiftung hat ein Konzept zur Förderung der biologischen Vielfalt für die Region erstellen lassen und setzt nun sukzessive verschiedene Maßnahmen um, denn, so Strubelt: „Die Biodiversität ist bedroht und das betrifft uns alle.“

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