Schortens/Jever - Der Kreisverband Jeverland des Roten Kreuzes hat vor kurzem im Bürgerhaus Schortens seine Mitgliederversammlung abgehalten – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 55 der insgesamt rund 1150 Mitglieder nahmen teil, heißt es in der Mitteilung des DRK. Der Vorstand sei für 2020 einstimmig entlastet worden; das Geschäftsjahr 2021 ist Thema der nächsten Mitgliederversammlung in einigen Monaten.
Wie Vorsitzende Heide Bastrop mitteilt, waren „die Geschehnisse rund um den Betrieb des Impfzentrums in Roffhausen im Auftrag des Landkreises kein Thema“. Der geschäftsführende Vorstand habe alle Vorgänge akribisch aufgearbeitet und den Mitgliedern in den Bereitschaften vorgetragen. Alle Fragen seien beantwortet worden. „Ziel des Kreisverbandsvorstands ist größtmögliche Transparenz“, betont Bastrop.
Als aktuelles Thema stehe auf der Agenda des DRK Jeverland die Hilfe für Ukrainer. So konnte Jevers Bereitschaftsleiter Ralf Fischer mit weiteren Ehrenamtlichen bei der Unterbringung der 43 Ukrainer im Hotel „Dorf Wangerland“ in Hohenkirchen aktiv werden.
Dem DRK-Kreisverband Jeverland stehen weiter Heide Bastrop als Vorsitzende, Joachim Peters als Stellvertreter und Schatzmeister Hans Stümer vor. Michael Redlin wurde neu als stellvertretender Vorsitzender gewählt – er ersetzt Timo Tetz. Ihm dankte der Vorstand für seine Arbeit.
Aus dem erweiterten Vorstand sind Dr. Henning Fründt als Kreisverbandsarzt und Heike Fründt als Justiziarin ausgeschieden. Diese Posten bleiben vakant. Nicht zur Wahl standen der Katastrophenschutzbeauftragte, der Kreisbereitschaftsleiter sowie die Jugendleiterin.
Ginge es nach dem DRK, würde es nicht bei der spontanen Hilfe bleiben: „Wir sind jederzeit einsatzbereit und in der Lage, geflüchteten Menschen mit all uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen und deren Not ein wenig zu lindern“, so der DRK-Vorstand: „Wir werden an jeder Stelle helfen, zu der wir gerufen werden und mit anpacken.“
Ein Beispiel dafür ist die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des DRK Jeverland: Dieter Becker leitet die achtköpfige Staffel – eine von nur zwei dieser Einheiten im Oldenburger Land. Die Ehrenamtlichen fahren zu Unfall- und Gefahrenorten und unterstützen – parallel zur Notfallseelsorge – Betroffene bei Notfällen und Katastrophen, außerdem Einsatzkräfte in psychisch belastenden Situationen. Die Staffel hat unter anderem bei der Flutkatastrophe im Raum Ahrweiler geholfen. Die PSNV soll, so Geschäftsführer Carl-Martin Köhler, noch in diesem Jahr ein eigenes Einsatzfahrzeug erhalten.
