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E-Autos in Roffhausen Mosolf-Gruppe nutzt TCN-Gelände als Zwischenlager

Jeversches Wochenblatt
Auf dem TCN-Gelände reiht sich E-Auto an E-Auto.

Auf dem TCN-Gelände reiht sich E-Auto an E-Auto.

Dirk Gabriel-Jürgens

Roffhausen/Wilhelmshaven - Hunderte fabrikneue Elektro-Fahrzeuge stehen auf dem Gelände des Technologie Centrum Nord (TCN) in Roffhausen. Sie sind abgestellt auf einer Fläche an der Ecke Roffhausener Landstraße/Olympiastraße - dort, wo der große Mitarbeiterparkplatz ist und wo im Mai das Party-Gelände der drei Festivals von „Mein Lieblingsevent“ aufgebaut war.

Nachdem im Ort mehrere Gerüchte kursiert waren, nahm sich der Schortenser SPD-Ratsherr Detlef Kasig, der selbst in Roffhausen wohnt, der Sache an, recherchierte die Herkunft der Fahrzeuge und klärt in einer Pressemitteilung nun auf. Demnach nahm er Kontakt zur Wilhelmshavener Niederlassung der Mosolf-Gruppe auf – mit Erfolg. Niederlassungsleiter Kai Wenhold lud den Kommunalpolitiker ein und informierte vor Ort über die Aktivitäten der Mosolf-Gruppe in Roffhausen. Denn Deutschlands größter Automobillogistiker hat auf dem TCN-Gelände Flächen angemietet, um E-Fahrzeuge zwischenzulagern. Bereits im Juli kündigte Mosolf an, in Gesprächen für Flächen auf dem TCN-Gelände zu sein, die mittlerweile offenbar erfolgreich waren.

Import aus Asien

Mosolf importiert Elektro-Autos auf dem Seeweg aus Asien über Wilhelmshaven. Containerweise, je drei Fahrzeuge pro Seecontainer, werden die Fahrzeuge am Jade-Weser-Port und im Innenhafen angelandet und dann auf Flächen, die als Zwischenlager dienen, verteilt. Eine solche Fläche gibt es nun auch in Roffhausen. Seit vergangener Woche rollt ein Sattelzug nach dem nächsten auf das Gelände und entlädt Autos und Kleintransporter.

Denn wie Detelef Kasig bei dem Termin vor Ort erfuhr, sei der Platz am Jade-Weser-Port begrenzt. Daher war die Mosolf-Gruppe auf der Suche nach weiteren Flächen und hat „einen unbefristeten Vertrag mit den Eigentümern der ehemaligen Olympia-Werke geschlossen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Circa 5000 Fahrzeuge werden so umgeschlagen und für den Weitertransport ertüchtigt.“

Neue Arbeitsplätze

Das Gelände in Roffhausen sei alarmgesichert und werde bewacht. Die Rangierarbeiten würden auf den Tag beschränkt, so werde eine Lärmbelästigung für die Bürgerinnen und Bürger in den Abendstunden ausgeschlossen. „Sehr erfreulich ist, dass mit der Anmietung in Schortens neue Arbeitsplätze entstehen“, teilt Detlef Kasig mit. Er und die weiteren anwesenden SPD-Ratsmitglieder vereinbarten einen engen Austausch mit Kai Wenhold und zeigten sich erfreut über die neuen wirtschaftlichen Perspektiven am Standort Roffhausen.


An dem Treffen nahmen auch der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Wilfrid Adam aus Wilhelmshaven und Detthold Aden, Vorstandsvorsitzender a.D. der Bremer Logistics Group, teil. Aden, Mitglied der Logistics Hall of Fame in Berlin, gab einen ausführlichen Überblick über den Logistikstandort Deutschland und die Chancen für die Region Wilhelmshaven/Friesland durch die Mosolf-Aktivitäten.

Die Mosolf-Gruppe gehört zu den führenden Systemdienstleistern der Automobilindustrie in Europa. Das 1955 gegründete Familienunternehmen hat seinen Hauptsitz in Kirchheim unter Teck. Das Leistungsspektrum der Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Automobillogistik ab: vom Bandende bis zum Recycling, darunter Fahrzeugtransporte und Werkstattdienste. Im Güterverkehrszentrum direkt am Jade-Weser-Port hat Mosolf im Jahr 2019 ein Grundstück samt Gebäuden vom Jade-Dienst übernommen.

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