Cäciliengroden - Aus für den Dorfladen „Cäcis Lädchen“ in Cäciliengroden: Nach vier Jahren gibt Sandra Düselder ihr kleines Lädchen wieder auf. Am 27. März nach dem Verkauf der Sonntagsbrötchen ist um 11 Uhr endgültig Schluss. Für den Paketdienst im Laden tritt bereits am Freitag der Fahrer die letzte Tour an.
Dass der Laden wieder schließen muss, hat mehrere Gründe: Zum einen wurde der Laden im Ort nicht so angenommen wie erhofft und wie es wirtschaftlich notwendig gewesen wäre; vor allem aber hatte Corona dem kleinen Laden den Garaus gemacht: „Wir hatten keine Feriengäste und keine Urlauber im Ort, zudem fielen die eigentlich umsatzstarken Feste im Dorf alle aus“, sagt Düselder.
Erschwerend kam hinzu, dass Cäcis Lädchen in den vormals als Volksbank-Filiale genutzten Räumen erst mit monatelanger Verzögerung aufmachen konnte. Und kurz nach Eröffnung wurde am Siedlerfest-Wochenende ins Lädchen eingebrochen und Bargeld und Tabakwaren gestohlen. Damals entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro. So kam eines zum anderen. Dankbar ist Sandra Düselder den treuen Stammkunden.
Das Lädchen, zu dem später auch ein Hermes-Paketshop gehörte und in dem auch eine kleine Café-Ecke eingerichtet wurde, war ein besser sortierter Kiosk: neben Zeitschriften, Tabakwaren, Spirituosen, Eis und Süßwaren gab es manches, was man täglich braucht: Von Brot und Kuchen bis zum Waschpulver oder Grillkohle. Das Lädchen war sieben Tage die Woche geöffnet.
Der Entschluss, dass sie den Mietvertrag für die Räume nicht verlängern wird, sei über den Jahreswechsel gereift. Nun sei sie aber froh, sich beruflich neu orientieren zu können: „Es werden ja überall Mitarbeiter gesucht.“
