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Eiserne Hochzeit in Neuenburg Aus erstem Funken wurde bei Hella und Walter Oltmann Liebe

Gösta Berwing
Feiern an diesem Dienstag ihre Eiserne Hochzeit: Hella und Walter Oltmann aus Neuenburg

Feiern an diesem Dienstag ihre Eiserne Hochzeit: Hella und Walter Oltmann aus Neuenburg

Gösta Berwing

Neuenburg - Das Geheimnis ihrer langen Ehe sehen Hella und Walter Oltmann in der Achtung, die sie einander entgegenbringen. „Man muss viel Vertrauen haben. Und Meinungsverschiedenheiten wurden bei uns immer schnell ausgebügelt“, sagt Hella Oltmann. An diesem Dienstag, 3. Mai, feiert das Paar Eiserne Hochzeit. Der 91-Jährige und seine 87-jährige Frau wohnen in Neuenburg. „Wir sind zufrieden mit dem, wie es ist“, sagt Walter Oltmann. „Dann und wann besuchen wir mal den Doktor.“ Sie seien froh, dass ihre Kinder in der Nähe leben und es mit der Nachbarschaft einen guten Zusammenhalt gibt.

Beim Tanz getroffen

Wie sie sich kennen gelernt haben? „Man kannte sich halt“, meinte Hella Oltmann, die als Jugendliche ganz in der Nähe von Walter wohnte. Hella wuchs in Tweelbäke auf und der in Großenkneten geborene Walter zog 1949 ebenfalls dorthin. Mehrere Jahre wohnten sie dicht beieinander und trafen sich ab und zu beim Tanz. Der junge Mann machte eine Ausbildung als Kaufmann und Hella ging noch zur Schule. Aber eines Tages funkte es zwischen ihnen, sie trafen sich nun oft, verliebten sich ineinander, aber dachten noch nicht ans Heiraten. Doch da bekam der Kaufmann eine Stelle bei der Genossenschaft in Neuenburg angeboten. Anfangs fuhr Walter mit seinem Motorrad zur neuen Arbeitsstelle, kam später in einem Gasthof unter und suchte eine Bleibe. „Durch eine Heirat hatten wir Anspruch auf eine Wohnung“, sagt Walter Oltmann. Deshalb wurde am 3. Mai 1957 standesamtlich ohne große Feier geheiratet. Nach dem Umzug nach Neuenburg fand am 22. Juni 1957 die kirchliche Trauung mit einer Feier statt.

Hella und Walter Oltmann bauten sich ihr Leben in Neuenburg auf, bekamen zwei Kinder und zogen 1968 ins eigene Haus. Walter kaufte sich ein Fahrrad auf Raten, um zur Arbeit zu fahren. Er war 31 Jahre Geschäftsführer der örtlichen Genossenschaft, und Hella kümmerte sich um Haus, Hof und Garten. „Mein Mann wollte ja mittags sein Essen haben“, sagt sie. Der Garten diente lange Zeit zur Selbstversorgung, aber Walter hatte sich stets eine Ecke für seine geliebten Blumen gesichert. „Seit im Alter die Wehwehchen kamen, haben wir hauptsächlich Rasen, den uns ein Roboter mäht“, sagt Walter, der sich über diese neue Technik freut. In seinem Berufsleben war das etwas anders. „Als die Computer kamen, bin ich mit 58 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen“, sagt er.

Berge bezwungen

Neben der Geselligkeit im Kegelclub, wo sie über 30 Jahre die Kugeln rollten, wanderten die Eheleute gern. Oft ging es an Wochenenden in den Harz. „Und 25 Mal haben wir die Berge in Österreich bezwungen“, berichtet Hella Oltmann. Sie strickt und häkelt gern. „Ich muss immer was in der Hand haben“, sagt sie, während Walter sich mit Holzarbeiten beschäftigt und als neustes Hobby das Malen nach Zahlen für sich entdeckt hat.

Hella und Walter Oltmann sind nicht nur seit 65 Jahren glücklich verheiratet, genauso lang gehört auch der morgendliche Blick in die NWZ zu ihrem Frühstück. Nun freuen sie sich auf die heutige kleinere und im Juli auf eine größere Feier mit den beiden Kindern, den fünf Enkeln, vier Urenkeln und Freunden zur Eisernen Hochzeit.

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