Sande - Die Vorfreude auf die Turnierpremiere des Sergey-Yashin-Cups an diesem Wochenende in der Eishalle Sande ist groß bei den gastgebenden Jadehaien. Die Emotionalität allerdings auch – allen voran bei Nick Hurbanek. Er ist nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Trainers des ECW Sande im April dieses Jahres gemeinsam mit Ex-Mitspieler Slava Koubenski in die großen Fußstapfen des Olympiasiegers von 1988 mit der Sowjetunion getreten.
„Das wird am Samstag und Sonntag noch mal speziell werden“, weiß Hurbanek, der in den vergangenen sechs Jahren stets an der Seite von Yashin gearbeitet hat – sei es auf dem Eis als Kapitän des ECW Sande oder als Sportlicher Leiter am Spielfeldrand: „Seit der Vereinsgründung haben ich immer zusammen mit Sergey an der Bande gestanden, jetzt ist er nicht mehr da. Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl.“ Das sei am Vorsonntag bereits im ersten Testspiel des Sander Regionalliga-Teams gegen die UNIS Flyers Heerenveen zu spüren gewesen.
Erstes Testspiel verloren
Vor rund 300 Haie-Fans, die neugierig auf den neuformierte ECW-Kader waren, hatte der amtierende Vizemeister der Regionalliga Nord mit 2:4 (1:4, 1:0, 0:0) den Kürzeren gegen die favorisierten niederländischen Gäste gezogen, die in der „BeNe League“ – ein Zusammenschluss der höchsten Ligen Belgiens und der Niederlande – aktiv sind.
„Für den Auftakt ist das schon ganz flüssig bei uns gelaufen. Die Jungs haben auf dem Eis gut Gas gegeben – auch wenn im ersten Viertel nach der langen Pause natürlich auch noch etwas Nervosität dabei war“, analysiert Hurbanek. Zwar hatte Zugang Artjoms Tretjakovs die Hausherren früh in Führung gebracht (5. Minute), doch drehte Heerenveen flugs die Partie.
„Die Holländer sind wirklich mit einer guten Truppe angereist“, erklärt Hurbanek. Im zweiten Drittel stabilisierte sich aber die Leistung der Gastgeber. „Die Jungs haben einige Sachen, die wir uns im Training erarbeitet haben, gut umgesetzt“, lobt der Coach.
Wiedersehen mit Varianov
Beim Blitzturnier um den Sergey-Yashin-Cup geht es am Samstag nun ab 18.30 Uhr im zweiten Halbfinale gegen den Neusser EV (Regionalliga West) um den Ex-Jadehai Nikolai Varianov, der im Sommer aus Sande zum NEV zurückgewechselt ist. „Neuss hat eine gute Qualität im Kader. Aber unsere Mannschaft soll da weitermachen, wo sie gegen Heerenveen aufgehört hat“, sagt Hurbanek: „Die Jungs sollen weiter Gas geben und auch spielerische Akzente setzen.“
Derweil beginnt die Saisoneröffnungsfeier in der Eishalle an der Weserstraße am Samstag bereits um 14 Uhr. Gegen 15 Uhr soll die neue ECW-Mannschaft vorgestellt werden. Das erste Halbfinale des Blitzturniers bestreiten ab 15.30 Uhr dann die Sander Ligarivalen Salzgitter Icefighters und Weserstars Bremen.
Die beiden unterlegenen Teams im Halbfinale spielen am Sonntag um 13 Uhr den dritten Platz aus. Das Endspiel steigt um 16 Uhr. „Unser Ziel ist es natürlich vor heimischer Kulisse ins Finale zu kommen – auch wenn das ganze Turnier noch der Vorbereitung auf die Saison dient“, gibt Hurbanek die Marschrichtung vor.
