Sande - Den Rückenwind vom vergangenen Wochenende mit eindrucksvollen Siegen in Spitzenspielen gegen Salzgitter (6:2) und Braunlage (3:2 n.V.) wollen die Jadehaie unbedingt ins nächste schwere Doppelspiel-Wochenende mitnehmen. Schließlich bekommt es der ECW Sande erneut binnen 24 Stunden mit zwei Gegnern zu tun, die sich noch große Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen dürfen, für die sich am Ende der Hauptrunde die besten vier Teams der Eishockey-Regionalliga Nord qualifizieren.
Zum Auftakt geht es an diesem Samstagabend für den Tabellenzweiten aus Sande (34 Punkte) vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenvierten Adendorfer EC (26). Anbully im Haifischbecken an der Weserstraße ist um 19.30 Uhr. Am Sonntag reist das Team des ECW-Trainerduos Nick Hurbanek/Slava Koubenski dann zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen an die Ostsee. Dort steigt um 17.30 Uhr in Timmendorfer Strand das Wiedersehen mit den fünftplatzierten Beach Devils (21).
„An der Leistung unserer Jungs am vergangenen Wochenende gibt es natürlich nichts zu meckern, aber wir müssen das Niveau jetzt hochhalten“, gibt Hurbanek die Marschroute vor. Er fordert weiter volle Konzentration und Einsatzbereitschaft: „Jetzt wo es so langsam auf die Playoffs zugeht, werden die Spiele immer besser, schneller und körperbetonter. Das Sommer-Eishockey ist vorbei.“
Umso besser aus Sicht der Friesländer, dass sich die Personalsituation immer weiter entspannt. So ist an diesem Wochenende wohl nur der noch gesperrte Vitalijs Jache noch zum Zuschauen verdammt. Derweil sind die nach langen Verletzungen genesenen Jan Holiga und Ivan Rohac wieder ins Training eingestiegen und erhöhen somit den Konkurrenzkampf im Team um einen Platz in den unterschiedlichen Reihen: „Das ist für uns Trainer natürlich eine schöne Situation.“
Ihr erstes Heimspiel gegen den Adendorfer EC haben die Jadehaie Anfang November knapp mit 2:3 verloren und damit bei der Neuauflage nun noch eine kleine Rechnung offen. „Wir wissen, was auf uns zukommt, wobei uns im ersten Duell auch ein wenig das nötige Glück gefehlt hat“, sagt Hurbanek.
Derweil herrscht beim CE Timmendorfer Strand viel Unruhe. Anfang Januar, einen Tag vor dem Heimspiel gegen Sande (3:5), hatte CET-Chefcoach Michael Pohl sein Amt niedergelegt. Und unter dieser Woche wurden nun die finnischen Spieler Takkula, Viitanen und Murto von den Verantwortlichen freigestellt, weil sie um Freigabe gebeten und bereits neue Vereine haben. „Ich bin sehr enttäuscht von den drei Spielern“, sagte der erste Vorsitzende des CET, Michael Weissin.
Im 22-jährigen Ondrej Vaculik konnten die Timmendorfer schon eine schnelle Nachverpflichtung präsentieren. Der tschechische Stürmer soll gegen Sande bereits sein Debüt geben. Gesucht wird noch nach zwei Verteidigern, wobei der Ex-Sander Ludwig Synowiec nach überstandener Verletzung wieder ins CET-Training eingestiegen ist.
„Die Timmendorfer haben noch gute Chancen auf die Playoffs und werden gerade zu Hause heiß sein“, rechnet Hurbanek mit viel Gegenwehr.
