Sande - Die Jadehaie bleiben im neuen Jahr in der Eishockey-Regionalliga Nord in der Erfolgsspur. Durch den 6:3 (0:0, 3:1, 3:2)-Heimsieg im Verfolgerduell gegen den Adendorfer EC baute der ECW Sande den zweiten Tabellenplatz aus und revanchierte sich zugleich für die 2:3-Niederlage gegen den AEC im ersten Aufeinandertreffen Anfang November.
Verdienter Sieg
„Es war unterm Strich ein verdienter Sieg in einer Partie auf ähnlich hohem Niveau wie in der Vorwoche in Braunlage“, zog ECW-Trainer Nick Hurbanek ein zufriedenes Fazit. Er unterstrich zugleich die Spielstärke des Gegners, mit dem es nach der Hauptrunde auch in den nachfolgenden Playoffs ein umkämpftes Wiedersehen geben könnte: „Der AEC verfügt ebenfalls über ein Topteam, das in einem Spiel auf Augenhöhe auch diverse Torgelegenheiten hatte.“
ECW Sande - Adendorfer EC 6:3 (0:0, 3:1, 3:2)
Tore 1:0 Tretjakovs (25./Vorlage Bärens, Holiga), 2:0 Maier (31./Barkovskis, Tretjakovs), 3:0 Balakuns (39./Maier/Tretjakovs), 3:1 Hajsmann (40./Kosianski, Heitmann), 4:1 Selickis (43./Zubulis), 4:2 Nilsson (52./Kosianksi, Strakos), 5:2 Tretjakovs (53./Barkovskis, Balakuns), 6:2 Mamajs (55./Baskovskis, Tretjakovs), 6:3 Drozd (57./Cypas, Hajsmann).
Strafminuten 10 Sande – 10 Adendorf.
Nach einem torlosen ersten Drittel, in dem sich beide Teams vor 626 Zuschauern im Sander Haifischbecken noch etwas abtasteten, hatte Artjoms Tretjakovs die Hausherren am Samstagabend in der 25. Minute mit 1:0 in Front gebracht. Der agile Lette avancierte am Ende mit zwei Treffern und drei Assists zum erfolgreichsten ECW-Angreifer an diesem Abend.
„Die ganze Reihe mit Tretjakovs, Barkovskis und Maier hat an diesem Abend einen guten Job gemacht und zudem gute Tore erzielt“, lobte Hurbanek. So war etwa das 2:0 von Tim Maier (31.) bilderbuchartig mit zwei Pässen aus der eigenen Hälfte heraus vors gegnerische Tor vorbereitet worden. Vladislavs Balakuns baute die Führung der immer mehr Oberhand gewinnenden Sander auf 3:0 aus (39.). Doch in Unterzahl mussten die Gastgeber unmittelbar vor dem Ende des zweiten Durchgangs noch den Anschlusstreffer durch Kamil Hajsman hinnehmen (40.), als dem erneut bestens aufgelegten ECW-Goalie Maksims Cmutovs die Sicht versperrt gewesen war.
Im Keim erstickt
Die Hoffnungen der Adendorfer, die am Vorabend die Salzgitter Icefighters zu Hause vor 1253 Zuschauern mit 4:3 niedergerungen hatten, die Partie in Sande noch drehen zu können, wurde im Schlussdrittel schnell wieder im Keim erstickt. So stellte Silvestrs Selickis auf 4:1 (43.). Aber während die Gastgeber im Anschluss mehrmals am starken AEC-Schlussmann Adam Beukeboom scheiterten, sorgte Simon Nilsson mit seinem Treffer zum 4:2 (52.) noch einmal für einen Hoffnungsschimmer bei den Gästen aus der Lüneburger Heide.
Doch mit dem Powerplay-Tor von Tretjakovs nur anderthalb Minuten später zum 5:2 (53.) war der Drops in der gut besuchten Eishalle an der Weserstraße endgültig gelutscht. Zumal Edgars Mamajs sogar noch auf 6:2 erhöhte (55.), ehe Adendorfs Boris Drozd am Ende noch für etwas Ergebniskosmetik sorgte – 6:3 (57.).
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt indes auch an diesem Doppelspielwochenende nicht für die Jadehaie. Bereits an diesem Sonntagabend (17.30 Uhr) ist der ECW Sande beim CE Timmendorfer Strand gefordert und hofft auf den fünften Sieg in Folge im neuen Jahr.
