Sande - Vor der bislang größten Herausforderung der aktuellen Regionalliga-Saison stehen an diesem Doppelspiel-Wochenende die Eishockey-Spieler des ECW Sande. Treffen die Jadehaie doch binnen 48 Stunden auf den amtierenden Meister aus Braunlage und den aktuellen Spitzenreiter aus Salzgitter.
Los geht es an diesem Freitagabend mit der Auswärtspartie bei den Harzer Falken. Anbully auf dem Wurmberg in Braunlage ist um 20 Uhr. Am Sonntag kommt es dann ab 19 Uhr im heimischen Haifischbecken zum Kräftemessen mit den ebenfalls stark in die neue Spielzeit gestarteten Salzgitter Icefighters.
Vor den beiden Top-Spielen bleibt die personelle Situation bei den Sandern indes sehr angespannt. „Es hilft ja nichts, wir müssen versuchen, das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Jetzt müssen die restlichen Jungs zeigen, was sie können und mutig aufspielen“, erklärt ECW-Coach Nick Hurbanek.
Nachverpflichtung möglich
Derweil fallen Jan Holiga (Bandscheibenvorfall) und Neuzugang Yauhen Asmolski (Fingerbruch) wohl noch drei, vier Wochen aus. Ebenfalls definitiv fehlen werden am Wochenende der angeschlagene Alexander Bahlau und der beruflich verhinderte Ivan Rohac. Eine ganz dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kapitän Sergejs Piskunovs, der aufgrund eines schmerzhaften Kniechecks gegen ihn auch in dieser Woche nicht trainieren konnte.
Wegen der vielen Ausfälle schließt Hurbanek eine Nachverpflichtung nicht mehr aus: „Das zieht sich ja leider schon durch die ganze Saison bei uns. Wir schauen schon, ob wir noch jemanden dazu holen können.“
Tretjakovs vor Debüt
Immerhin gibt es zwei personelle Lichtblicke. Zum einen hat sich Artur Galwas rechtzeitig vor den Spitzenspielen wieder fit gemeldet. Zum anderen gibt Artjoms Tretjakovs am Sonntag in der Eishalle Sande sein Pflichtspieldebüt für das Team des ECW-Trainerduos Hurbanek/Slawa Koubenski. Der wendige und trickreiche Stürmer, der in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen hat, war wegen einer größeren Strafe, die er sich vor seinem Wechsel nach Deutschland in seiner lettischen Heimat eingehandelt hatte, zu Saisonbeginn noch für acht Spiele gesperrt.
Gegen die Harzer Falken, die die Souveränität der Vorsaison bislang vermissen lassen, ist Tretjakovs aber noch zum Zuschauen verdammt. „Die anderen Jungs dürfen sich trotz der schweren Aufgabe nicht verrückt machen“, fordert Hurbanek und hofft wie beim 2:3 der Sander gegen Adendorf wieder auf „eine enge Kiste“: „Da werden Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Wichtig wird es sein, von der Strafbank wegzubleiben.“
Mindestens eine genauso große Herausforderung werde das Heimspiel am Sonntag gegen Salzgitter. „Die Icefighters machen mit ihrem Überfallkommando viel über Konter und aggressives Forechecking“, weiß Hurbanek: „Mal sehen, ob wir ein gutes Konzept dagegen finden.“
