Sande - Der ECW Sande ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Zwar brannten die Jadehaie von der Nordsee am Freitagabend bei den Beach Devils von der Ostsee kein Offensiv-Feuerwerk auf dem Eis ab, doch setzten sie sich in einer bis zur Schlusssirene umkämpften Partie am Ende mit 5:3 (1:1, 1:1, 3:1) beim CE Timmendorfer Strand durch.

„Der Sieg war auf jeden Fall verdient“, lobte ECW-Coach Slava Koubenski, der im Laufe der Partie auf zwei Reihen umgestellt hatte: „Die Jungs haben gegen einen guten Gegner bis zum Schluss richtig gut gekämpft.“ Allerdings haderte er erneut mit der Trefferquote. „Das ist im bisherigen Saisonverlauf leider unsere Achillesferse“, erklärte Koubenski: „Auch in Timmendorf haben wir viel zu viele Torchancen liegen gelassen. Da arbeiten wir schon länger im Training dran. Da muss jeder im Abschluss noch eine Schippe drauflegen.“

Dabei war den Sandern, die neben den verletzten Jan Holiga, Alexander Bahlau, Ivan Rohac sowie dem gesperrten Vitalijs Jache kurzfristig auch noch auf Johannes Mundt und Normunds Vibans verzichten mussten, in Timmendorfer Strand ein Blitzstart geglückt. Bereits nach 108 Sekunden erzielte Artur Galwas den Führungstreffer der Gäste. In doppelter Unterzahl kassierten sie allerdings in der 8. Minute schon den Ausgleich durch Kenneth Schnabel.

Statistik
Eishockey-Regionalliga

CE Timmendorfer Strand - ECW Sande 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Tore 0:1 Galwas (2. Minute/Vorlage Maier, Piskunovs), 1:1 Schnabel (8./Viitanen, Takkula), 1:2 Piskunovs (26./Balakuns), 2:2 Schnabel (40./Murto, Takkula), 3:2 Joehnk (47./Viitanen), 3:3 Tretjakovs (48./Dejdar, Balakuns), 3:4 Maier (48.), 3:5 Galwas (59./Empty Net Goal).

Strafminuten 14 Timmendorf + 10 Joehnk - 10 Sande.

Zuschauer 451.

Nächste Spiele ECW Sande - Salzgitter Icefighters (Samstag, 19.30 Uhr, Eishalle Sande), Harzer Falken - ECW Sande (Sonntag, 19 Uhr).

Im zweiten Drittel brachte Sergejs Piskunovs die Jadehaie in Überzahl wieder in Front – 2:1 (26.). Doch abermals glichen die Hausherren in der von beiden Seiten mit vollem Einsatz geführten Partie vor 451 Zuschauern durch Schnabel aus (40.).

Im Schlussdrittel gingen sogar erstmals die Timmendorfer in Front. Aber deren Freude über das 3:2 von Mikkel Joehnk (47.) währte nicht lange, denn die Sander schlugen mit einem Doppelschlag postwendend zurück. Zunächst markierte Artjoms Tretjakovs auf Vorlage von ECW-Neuzugang Marian Dejdar das 3:3 (48.). „Marian hat bei seinem gelungenen Einstand gleich 100 Prozent gegeben“, freute sich Koubenski. Nur 27 Sekunden später erzielte Tim Maier die 4:3-Führung.

Diesen knappen Vorsprung verteidigten die Gäste bis in die Schlussphase. Und als die Timmendorfer gegen Ende alles auf eine Karte setzten und ihren Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers herunter nahmen, machte Galwas nach einem Puckgewinn mit einem Treffer ins verwaiste CET-Gehäuse alles klar – 5:3 (59.).


Zeitgleich kam am Freitagabend der Tabellenzweite Salzgitter Icefighters im Gipfeltreffen und Derby beim Regionalliga-Spitzenreiter Harzer Falken vor der beeindruckenden Kulisse von 1782 Eishockey-Fans mit 2:10 (1:6, 0:1, 1:3) unter die Kufen. Weiter geht es für die Jadehaie nun mit dem ersten von sieben kräftezehrenden Doppelspielwochenenden in Folge bis Ende Februar. Am Samstag (19.30 Uhr) ist Salzgitter im Sander Haifischbecken zu Gast, ehe es bereits am Sonntag (19 Uhr) zum Tabellenführer auf den Wurmberg in Braunlage geht.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)